Die Equinor-Meldung über Rekordgewinne im zweiten Quartal, angetrieben durch hohe Ölpreise und geopolitische Spannungen, ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Fortbestand unserer Energieversorgung nicht durch naive grüne Träumereien gefährdet werden darf. Es ist leicht, aus sicherer Entfernung über Nachhaltigkeit zu predigen, während norwegische Arbeiter und Ingenieure tagtäglich die Energie fördern, die Europas Wirtschaft am Laufen hält.
Man muss kein Öl-Lobbyist sein, um zu erkennen, dass die aktuelle Krise im Nahen Osten und die daraus resultierenden Preissprünge eine unangenehme Wahrheit offenlegen: Unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wird nicht durch moralische Appelle, sondern durch harte geopolitische Realitäten bestimmt. Die norwegische Ölindustrie, mit Equinor an der Spitze, ist nicht der Feind der Umwelt, sondern eine tragende Säule unseres Wohlstands. Sie sichert Arbeitsplätze, finanziert unseren Sozialstaat und gewährleistet eine gewisse Energieunabhängigkeit von instabilen Regionen.
Wer jetzt reflexartig nach noch mehr Regulierung oder gar einem Ausstieg ruft, verkennt die Lage völlig. Stattdessen sollten wir die Gelegenheit nutzen, um über eine vernünftige Energiepolitik zu debattieren, die Tradition, nationale Interessen und wirtschaftliche Stabilität nicht gegen Umweltschutz ausspielt, sondern beides in einer realitätsnahen Balance hält. Die „Energiewende“-Ideologie, die vielerorts vorherrscht, ist ein Luxus, den sich nur Gesellschaften leisten können, die die harte Arbeit der Energieproduzenten wie Equinor in den Schatten stellen.
Es wäre ein fataler Irrtum, den Gewinn als „Kriegsprofit“ zu stigmatisieren und damit legitime wirtschaftliche Aktivität zu diskreditieren. Jeder, der die komplexe Weltlage versteht, weiß, dass Norwegen in diesen unsicheren Zeiten eine verantwortungsvolle Rolle spielt. Statt politisch korrekter Schlagworte brauchen wir eine offene Debatte über die Realität der Energieversorgung – ohne moralisierende Bevormundung.
Quelle: NRK

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