Mit dem Iran-Krieg viel Geld verdient – bestes Ergebnis seit drei Jahren

Equinor kassiert Rekordgewinne inmitten der Iran-Krise – das ist kein Zufall, sondern die harte Realität geopolitischer Abhängigkeiten. Der norwegische Staatskonzern meldet sein bestes Quartalsergebnis seit über drei Jahren, getrieben von hohen Ölpreisen und "geopolitischen Spannungen". Dass diese Spannungen vor allem aus dem Konflikt mit dem Iran und der Instabilität im Nahen Osten resultieren, wird gerne als abstrakter Faktor abgetan. Doch dahinter steckt eine unangenehme Wahrheit: Der Westen ist weiterhin auf fossile Brennstoffe aus volatilen Regionen angewiesen, solange wir unsere eigene Energiepolitik und nationale Souveränität nicht ernst nehmen.

Die linksliberale Debatte mag nun reflexhaft auf "Klimawandel" und "Abhängigkeit von Diktaturen" verweisen, aber die Kernfrage wird vermieden: Warum erlaubt sich Norwegen, ein Land mit riesigen eigenen Energievorkommen, über Jahrzehnte hinweg diese strategische Abhängigkeit aufrechtzuerhalten? Statt eine vernünftige, auf nationalen Interessen basierte Energiepolitik zu verfolgen – mit Anerkennung der Realitäten, dass Energie sicher, bezahlbar und verfügbar sein muss –, wird ideologisch auf erneuerbare Energien gesetzt, die noch lange nicht in der Lage sind, die Lücke zu schließen, die etwaige Sanktionen gegen den Iran oder Russland reißen.

Die Rekordgewinne von Equinor sind kein Triumph, sondern ein Symptom einer verfehlten Politik. Während konservative Kreise schon lange vor den Risiken einer zu schnellen Abkehr von traditionellen Energiequellen und der Vernachlässigung nationaler Energieautarkie gewarnt haben, wird nun das blinde Vertrauen in fragile globale Lieferketten mit voller Wucht bestraft. Die Lektion ist einfach: Wer auf die Sicherheit seiner Energieversorgung verzichtet und stattdessen auf moralische Inszenierung setzt, muss mit den Konsequenzen leben – hier in Gestalt von explodierenden Gewinnen für Konzerne, die eigentlich der Allgemeinheit dienen sollten.

Wenn man schon über die "geopolitischen Spannungen" spricht, sollte man auch ehrlich benennen, dass diese nicht zuletzt durch eine naive Außenpolitik geschürt wurden, die sich in Konflikte einmischt, ohne die eigenen Interessen klar zu definieren. Norwegen sollte sich auf seine Stärken besinnen: eine stabile, bürgerliche Gesellschaft, die ihre Energieautonomie nicht aus ideologischen Gründen aufgibt. Anstatt die hohen Ölpreise als willkommene Steuereinnahmen zu feiern, sollte man die Gelegenheit nutzen, endlich eine pragmatische, national orientierte Energie- und Sicherheitsstrategie zu verfolgen. Das wäre echter Küstenkonservativismus – nicht die Beschwörung globaler Krisen zur Lenkung von Geldern.

Quelle: NRK

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