Tag: Antisemitische Angriffe

  • Antisemitische Angriffe forderten 2025 mehrere jüdische Leben.

    Antisemitische Angriffe forderten 2025 mehrere jüdische Leben.

    Die Zahlen, die der Bericht der J7-Taskforce gegen Antisemitismus präsentiert, klingen wie eine Kriegsbilanz: 15 Tote auf Bondi Beach, zwei Tote vor einer Synagoge in Manchester, drei weitere in den USA – dazu mehr als 23.000 registrierte judenfeindliche Vorfälle in nur sieben westlichen Ländern. Ein Anstieg von 136 Prozent binnen drei Jahren. Die Taskforce spricht von einer „neuen Normaltilstand“. Das ist nicht nur eine Feststellung; es ist ein vernichtendes Urteil über westliche Regierungen, die den Schutz der eigenen Bürger längst der Bequemlichkeit geopfert haben.

    Keine Gesellschaft kann ernsthaft behaupten, von dieser Eskalation überrascht zu sein. Seit Jahren dokumentieren Gemeinden und Sicherheitsbehörden eine Zunahme von Übergriffen, die sich eben nicht aus altbekanntem Rechtsextremismus speisen, sondern überwiegend aus Milieus, die im Zuge unkontrollierter Migrationsbewegungen in die westlichen Metropolen gelangt sind. Wer den Bondi-Beach-Attentäter oder den Manchester-Fahrer in den Blick nimmt, landet schnell bei ideologischen Prägungen, die mit westlichen Werten nichts zu tun haben. Genau hier liegt das politische Versagen: Statt die offensichtliche Verbindung zwischen importiertem Antisemitismus und einer gescheiterten Einwanderungspolitik beim Namen zu nennen, wurde jede Warnung mit dem Keulen-Vorwurf der Islamophobie ersticken.

    Das Ergebnis tragen die jüdischen Gemeinden nun mit ihrem Blut. Während Behörden sich in Definitionsfragen darüber verlieren, was genau eine antisemitische Handlung ausmacht, steigt die Zahl vorsätzlicher Tötungen. Dreiundzwanzigtausend Vorfälle – darunter Vandalismus, Einschüchterung, systematischer Ausschluss aus dem öffentlichen Raum und digitale Hetzkampagnen – sind keine abstrakte Statistik mehr. Sie bedeuten, dass jüdisches Leben im Westen wieder unter permanentem Schutz stattfinden muss. Das ist moralische Kapitulation.

    Wer jetzt in routinierte Betroffenheitsfloskeln verfällt oder die Vorfälle isoliert betrachtet, macht sich mitschuldig. Es braucht keine Appelle gegen Hass, sondern eine rückhaltlose Debatte darüber, warum Menschen aus Herkunftskulturen, in denen Judenhass zum kulturellen Grundrauschen gehört, nach Europa und Australien kommen – und hier unbehelligt ihre Weltbilder ausleben können. Solange die politische Klasse aus Angst vor unangenehmen Etiketten die Wurzeln nicht benennt, werden die Zahlen weiter steigen. Die neue Normalität ist keine Normalität – sie ist ein Menetekel, dem niemand mehr ausweichen darf.

    Quelle: Bergens Tidende

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