Tag: Atomwaffen

  • Trump will mit Drohungen eine Einigung erzwingen: Er sagt, er stoppt massiven Angriff auf Iran.

    Trump will mit Drohungen eine Einigung erzwingen: Er sagt, er stoppt massiven Angriff auf Iran.

    Amerikanische Bomber, die in einer Stunde mehr Zerstörung entfesseln könnten als ganze Feldzüge früherer Zeiten, und dann ein einfacher Satz auf einer Social-Media-Plattform – das ist keine Schwäche, das ist nackte, glaubwürdige Abschreckung. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat auf Truth Social mit einem Militärschlag gedroht, der ein „militärisches Terrorniveau … wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen“ erreicht hätte. Dann stoppte er den Angriff, weil der Rahmen für ein Abkommen mit Iran steht. Was in vielen Kommentaren als Sprunghaftigkeit verunglimpft wird, ist in Wirklichkeit die älteste und wirkungsvollste Verhandlungstaktik der Staatskunst: Frieden durch überwältigende Stärke.

    Laut übereinstimmenden Berichten, darunter CBS News, war ein schwerer Schlag gegen die iranische Energieinfrastruktur bereits detailliert vorbereitet. Trump aber zögerte, das grüne Licht zu geben – und nutzte die entstandene Drohkulisse. Die Botschaft an das Regime in Teheran war unmissverständlich: Entweder ein Abkommen, das die Straße von Hormus für den Welthandel offenhält und eine iranische Atombombe unmöglich macht, oder eine Zerstörungswelle, die kein Raketenabwehrsystem aufhalten könnte. Dass Israels Regierung mit diesem Kurs einverstanden ist, sollte jeden Zweifler aufhorchen lassen. Jerusalem weiß besser als jeder andere, dass Iran nur die Sprache der Macht versteht.

    Historische Vergleiche drängen sich auf. Präsident Ronald Reagan brachte die Sowjetunion mit dem SDI-Programm und der Stationierung von Pershing-II-Raketen an den Verhandlungstisch – nicht durch Beschwichtigung, sondern durch die unbequeme Wahrheit, dass der Westen notfalls stärker und entschlossener sein würde. Wer diese Parallele als falsche Verklärung abtut, übersieht, dass Iran über Jahrzehnte jeden diplomatischen Vorstoß mit Verschleppungstaktiken beantwortet hat. Erst als die militärische Option nicht länger als leere Drohung erschien, kam Bewegung in die Gespräche.

    Die üblichen Reflexe gegen diese Taktik – sie sei gefährlich, unberechenbar, altmodisch – verraten eine tiefe Abneigung gegen klare Machtverhältnisse. Wer einem Regime, das seit vier Jahrzehnten den Terror exportiert, mit endlosen Konzessionen und vertrauensbildenden Maßnahmen begegnen will, lädt zur Eskalation geradezu ein. Eine offene Debatte über diese Realitäten wird jedoch oft von einem moralisierenden Ton erstickt, der jede Zurschaustellung von Militärkraft als Anachronismus brandmarkt. Dabei zeigt der jüngste Trump’sche Stopp: Gerade weil der Einsatz glaubwürdig war, musste er nicht erfolgen.

    Gleichwohl: Militärische Gewalt ist stets ein Übel, und jeder massive Schlag hätte unschuldige Menschen getroffen. Es spricht für jeden Staatsmann, wenn er alles daransetzt, dieses letzte Mittel zu vermeiden. Das verlangt jedoch nicht blauäugige Verhandlungen, sondern genau jene Glaubwürdigkeit, die jetzt eine Lösung in Reichweite rückt. Die Welt wird gut daran tun, das Ergebnis abzuwarten, anstatt den Prozess reflexartig zu verdammen. Denn ein offenes Hormuz und ein Iran ohne Atomwaffen – darauf käme es am Ende an.

    Quelle: NRK

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