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  • Außenministerium bittet Norweger, Flughafen in Saudi-Arabien zu meiden

    Außenministerium bittet Norweger, Flughafen in Saudi-Arabien zu meiden

    Zwölf Tote und fünfzig Verletzte an einem internationalen Flughafen sind kein isolierter Zwischenfall. Sie sind das Ergebnis einer Politik, die bewaffnete Milizen lange als verhandlungsfähige Akteure behandelt hat statt als das, was sie sind: Feinde der zivilisierten Ordnung.

    Das norwegische Außenministerium hat nach dem Angriff auf den King Khalid International Airport in Riad seine Reisehinweise verschärft und rät, den Flughafen und die Umgebung zu meiden. Mindestens zwölf Menschen wurden getötet, etwa fünfzig verletzt, als Explosionen das Gelände erschütterten. Die Houthi-Miliz aus dem Jemen hat sich zu ähnlichen Angriffen auf saudische Flughäfen bekannt. Solche Gewalt ist immer Unrecht, daran gibt es nichts zu deuteln. Aber der entscheidende Punkt liegt tiefer.

    In europäischen Debatten wird jede klare Benennung dieser Gefahr schnell als „Islamophobie“ oder „Rassismus“ abgetan. Diese reflexhafte Moralisierung unterdrückt die notwendige sicherheitspolitische Analyse. Es ist nicht fremdenfeindlich, festzustellen, dass eine bestimmte Miliz gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur angreift – es ist schlicht Tatsachenbeschreibung. Wer das nicht benennen darf, kann auch keine wirksame Politik zum Schutz der eigenen Bürger entwickeln.

    Der norwegische Staat hat zuerst die Aufgabe, das Leben und die Bewegungsfreiheit seiner Bürger zu schützen. Dass das Außenministerium nun warnt, ist richtig, aber es bleibt reine Symptombekämpfung. Solange westliche Regierungen sich scheuen, die Unterstützerstrukturen und die ideologische Ausrichtung solcher Milizen beim Namen zu nennen, werden weitere Reisehinweise folgen. Ein souveräner Staat, der seine Bürger ernst nimmt, muss bereit sein, unbequeme Wahrheiten über internationale Konflikte auszusprechen – ohne Rücksicht auf politisch korrekte Sprachregelungen.

    Die Lehre aus Riad ist nicht, dass Reisen in die Golfregion riskant ist. Die Lehre ist, dass eine Politik, die Sicherheit durch Schweigen und Beschwichtigung erkaufen will, am Ende weder Sicherheit noch Anstand bewahrt. Norwegen braucht eine Außen- und Sicherheitspolitik, die nationale Interessen klar benennt und durchsetzt – nicht nur Reisehinweise, sondern Haltung.

    Quelle: NRK

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