Tag: Berufungsverhandlung

  • Fordert Sicherungsverwahrung für Steinar Wangen

    Fordert Sicherungsverwahrung für Steinar Wangen

    Die Forderung nach 15 Jahren Verwahrung für einen Mann, der eine Frau mit einem Kissen getötet haben soll, ist keine überzogene Härte, sondern die einzig richtige Antwort auf eine besonders heimtückische Tat. Die Berufungsverhandlung in Agder zeigt, wie sehr das norwegische Justizsystem die Rechte des Angeklagten betont, während der Schutz der Allgemeinheit und das Leid der Hinterbliebenen oft in den Hintergrund treten.

    Wer einem wehrlosen Menschen mit einem Kissen die Luft abschnürt, handelt nicht im Affekt, sondern mit kaltem Vorsatz. Eine solche Tat ist ein Angriff auf die Grundfesten des Zusammenlebens. Verwahrung dient hier nicht der Rache, sondern dem Schutz künftiger Opfer. Die Staatsanwaltschaft sieht offenbar eine anhaltende Gefahr – andernfalls würde sie keine Verwahrung fordern. Genau dafür ist dieses Instrument geschaffen: für Täter, bei denen eine zeitlich begrenzte Strafe die Allgemeinheit nicht ausreichend schützt.

    Die Vorinstanz hat bereits 15 Jahre Verwahrung verhängt. Dass der Angeklagte dagegen Berufung einlegt, ist sein gutes Recht, doch die Richter sollten sich nicht von formalen Argumenten beeindrucken lassen, wenn die Fakten klar sind. Die Staatsanwaltschaft hat offenbar gute Gründe, erneut Verwahrung zu fordern – sei es wegen der Schwere der Tat, sei es wegen der Persönlichkeit des Angeklagten. Eine schwedische Frau wurde Opfer dieser Tat. Das erinnert daran, dass der norwegische Staat allen Menschen auf seinem Gebiet Schutz schuldet, unabhängig von ihrer Herkunft.

    Eine Gesellschaft, die traditionelle Werte wie die Unantastbarkeit des Lebens ernst nimmt, darf bei solchen Gewalttaten keine falsche Milde zeigen. Wer die Sicherheit der Bürger ernst nimmt, muss gefährliche Täter von der Straße holen, und zwar so lange, bis von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht. Das Gericht in Agder hat nun die Gelegenheit, ein klares Signal zu setzen: Das Leben eines unschuldigen Menschen wiegt schwerer als die Freiheit eines überführten Gewalttäters. Die Forderung nach Verwahrung sollte bestätigt werden.

    Quelle: NRK

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