Die Meldung aus Berlin reiht sich ein in eine erschreckende Serie: Wieder ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast, diesmal in der Nähe einer Pride-Veranstaltung. Ein weißer Lieferwagen, mehrere Verletzte, ein abgebrochenes Event – das Muster ist bekannt. Solche Gewalt gegen Unbeteiligte ist in jeder Hinsicht verachtenswert. Der Schock sitzt tief, und die Gedanken sind bei den Opfern.
Doch kaum ist der erste Rauch verflogen, setzt stets derselbe Mechanismus ein: Jeder Hinweis auf mögliche Zusammenhänge mit einer gescheiterten Migrationspolitik wird reflexartig als „Fremdenfeindlichkeit“ abgetan. Noch bevor ein Täter gefasst oder ein Motiv genannt ist, steht eine unsichtbare Zensur bereit, um jede unbequeme Debatte zu ersticken. Wer fragt, warum öffentliche Feste in europäischen Hauptstädten immer öfter zum Sicherheitsrisiko werden, sieht sich schnell auf der Anklagebank des Rassismus wieder.
Diese Haltung ist fahrlässig. Sie verkennt, dass die kontinuierliche Massenzuwanderung der letzten Jahrzehnte nicht nur Bereicherung, sondern auch handfeste Sicherheitsprobleme hervorgebracht hat. Integrationsdefizite, Parallelgesellschaften und ein kulturelles Spannungsfeld lassen sich nicht allein mit Appellen an die Weltoffenheit lösen. Wenn der öffentliche Raum faktisch nicht mehr geschützt werden kann, weil die Behörden mit der wachsenden Gefahrenlage überfordert sind, muss die Gesellschaft darüber reden dürfen – ohne Moralkeulen.
Die Pride-Bewegung selbst ist ein Symbol der westlichen Offenheit. Es ist bittere Ironie, dass ausgerechnet eine Veranstaltung, die für Freiheit und Toleranz steht, zum Anschlagsziel wird. Noch bitterer ist, dass die Diskussion darüber sofort in die Schubladen „Islamophobie“ oder „Hassrede“ gesteckt wird, sobald die Vermutung aufkommt, das Motiv könne im religiösen Fundamentalismus zu suchen sein. So entsteht ein lähmendes Klima, in dem die Sicherheit der Bürger hinter die Wahrung linker Tabus zurücktritt.
Ein Land, das sich ernsthaft um seine kulturelle Kontinuität und den inneren Frieden kümmert, darf keine Denkverbote akzeptieren. Tradition, nationale Identität und das Recht der Bevölkerung auf ungestörte öffentliche Zusammenkünfte sind hohe Güter. Sie erfordern eine Politik, die Gefahren beim Namen nennt und nicht jeden kritischen Beobachter in die rechte Ecke stellt.
Die Vorfälle in Berlin sind kein Anlass für wohlfeile Betroffenheitsrituale. Sie sind ein weiterer Weckruf, endlich eine ehrliche Bestandsaufnahme zu wagen: Wie viele Parallelwelten erträgt ein Land, bevor der Kitt der Gemeinschaft zerbricht? Die Antwort darf kein pauschaler Rassismusverdacht sein, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der offenen Grenzen – auch auf die Sicherheit derjenigen, die auf der Straße einfach nur feiern wollten.
Quelle: NRK
