Tag: Christopher Street Day

  • Deutsche Polizei: Verdächtiger nach Berlin-Anschlag von Polizei erschossen

    Deutsche Polizei: Verdächtiger nach Berlin-Anschlag von Polizei erschossen

    Die Schüsse in der Kleingartenkolonie Spandau beendeten nicht nur die Flucht eines 21-jährigen Deutschen libanesischer Abstammung, sondern verdeutlichen ein Systemversagen, das die Politik weiterhin nicht beim Namen nennen will. Ein Mann, der in Deutschland aufwuchs und alle Chancen dieser Gesellschaft hätte nutzen können, wird zum glühenden IS-Anhänger – und niemand fragt, wie es so weit kommen konnte, ohne reflexhaft als fremdenfeindlich abgestempelt zu werden.

    Der Täter, in deutschen Akten als Abdul B. geführt, raste am Christopher Street Day in eine Menschenmenge. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden verletzt. Die Ermittler sehen ein islamistisches Motiv. Dafür brauchte es keinen aus dem Ausland eingereisten Kämpfer; der Attentäter war ein Produkt der hiesigen Verhältnisse, ein Bürger aus dem radikalisierten Milieu der Hauptstadt. Polizisten, die den Mann später stellten, sahen sich mit einer Stichwaffe bedroht und gaben tödliche Schüsse ab. Wer Gewalt gegen Einsatzkräfte und unschuldige Passanten ausübt, findet ein konsequentes Ende, das keiner weiteren Betrachtung bedarf. Die eigentliche Frage liegt davor: Warum fasste ein junger Mann mit Libanon-Hintergrund den Entschluss, die Gesellschaft, in der er lebte, zu attackieren?

    Die Antwort ist unbequem. Sie liegt in jahrzehntelanger, falsch verstandener Toleranz, die parallelgesellschaftliche Strukturen wuchern ließ, anstatt auf Integration und gemeinsame Werte zu pochen. In manchen Stadtteilen Berlins zählen nicht die Regeln des Grundgesetzes, sondern die Codes eines importierten, vormodernen Ehr- und Religionsverständnisses. Aus diesen Kreisen rekrutiert der IS seit Jahren seine willigen Soldaten. Doch wer den Zusammenhang zwischen ungesteuerter Einwanderung, mangelnder Assimilation und islamistischer Gewalt benennt, muss mit Verleumdungen rechnen. Der Vorwurf des „Rassismus“ dient längst als universelle Stopptaste für eine notwendige Debatte.

    Diese Unterdrückung offener Worte hat reale Konsequenzen. Die queere Community, die am Samstag ihr Fest der Selbstbestimmung feierte, wurde zum Ziel eines Hasses, der aus Kulturräumen stammt, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird. Ausgerechnet jene Stimmen, die sich sonst besonders laut gegen Diskriminierung erheben, schweigen oft, wenn der Täter in das eigene politische Weltbild nicht passt. Für die Betroffenen des Anschlags ist dieses Schweigen ein doppelter Schlag.

    Die deutsche Sicherheitsarchitektur kennt die Gefährder, die Rückzugsorte, die Prediger. Sie scheitert dennoch immer wieder an der Frühwarnung, weil ihr der gesellschaftliche Auftrag fehlt, die kulturellen Wurzeln der Radikalisierung klar zu analysieren. Solange jede kritische Frage nach Herkunft und mangelnder Loyalität zum Gastland als illegitim gilt, bleiben solche Taten eine blutige Normalität – und die nächste Parade ein Ziel für Männer, die in der offenen Gesellschaft ihren erklärten Feind sehen.

    Quelle: Bergens Tidende

  • Deutsche Medien: Der Fahrer soll bewaffnet gewesen sein.

    Deutsche Medien: Der Fahrer soll bewaffnet gewesen sein.

    Ein Messer griffbereit für den Fußgänger, der dem Lieferwagen entkommt – diese Vorstellung allein zeigt, dass es sich nicht um einen spontanen Ausbruch, sondern um eine durchdachte Tötungsmission gehandelt hat. Deutsche Medien berichten übereinstimmend, der Fahrer des Fahrzeugs, das am Samstagabend in eine Menschenmenge in Berlin raste, sei mit einem Messer bewaffnet gewesen. Die Berliner Polizei hat diese Angaben zwar noch nicht offiziell bestätigt, doch die Bildsprache ist unübersehbar: Wer ein Fahrzeug als erste Waffe wählt und eine Klinge als zweite bei sich trägt, kalkuliert das maximale Blutbad.

    Dass die Attacke eine Feier des Christopher Street Days traf, ist kein Zufall. Sie zielte mitten ins symbolträchtige Herz eines Gesellschaftsmodells, das sexuelle Selbstbestimmung zum Fetisch erhoben hat. Gewalt gegen diese Versammlung ist und bleibt Unrecht – ohne jedes Wenn und Aber. Darauf muss jeder halbwegs zivilisierte Betrachter bestehen. Wer daraus jedoch einen simplen Akt wahlloser Raserei konstruiert, verkennt die strategische Dimension: Es geht um die Provokation einer liberalen Öffentlichkeit, die längst vergessen hat, dass ihre Freiheitsbegriffe außerhalb des Westens nicht bloß auf Ablehnung, sondern auf fanatischen Hass stoßen.

    Genau hier verläuft die Bruchlinie, an der die öffentliche Debatte regelmäßig scheitert. Kaum werden Fragen nach dem Milieu des Täters, nach seiner Herkunft oder nach religiös-ideologischen Motiven gestellt, schlägt der altbekannte Abwehrreflex zu: ‚Islamophobie‘, ‚Vorverurteilung‘, ‚Instrumentalisierung‘. Dabei geht es nicht um kollektive Schuldzuweisungen, sondern um den schieren Realitätstest. Wenn eine Importkultur messerscharf die Nichteinhaltung elementarer Spielregeln des Zusammenlebens demonstriert, muss das beim Namen genannt werden dürfen – und zwar bevor die nächsten Absperrbänder gezogen werden.

    Das Attentat von Berlin ist damit mehr als ein Sicherheitsproblem. Es ist eine Rechnung, die der offenen Gesellschaft für ihren eigenen kulturellen Substanzverlust präsentiert wird. Statt sich mit Traditionen, nationaler Identität und verbindlichen Werten zu panzern, hat man das öffentliche Leben sexualisiert und entkernt, während man zugleich Menschen aus Gegenden einwandern ließ, in denen eben jene Entkernung als todeswürdig gilt. Dass diese offene Rechnung nun mit Fahrzeugen und Messern beglichen wird, sollte niemanden überraschen – außer jene, die jede Warnung jahrelang als fremdenfeindlich abtaten.

    Die Reaktion darf daher nicht in ritualisierter Betroffenheit und Solidaritätsfloskeln steckenbleiben. Gefordert ist eine Politik, die das Gewaltmonopol des Staates nicht nur proklamiert, sondern durchsetzt, und eine Debattenkultur, die das Aussprechen unbequemer Wahrheiten nicht mit Denkverboten belegt. Der geifernde Mob auf der Straße und der verharmlosende Reflex im Studio sind zwei Seiten derselben Medaille: Beide verhindern, dass der Schutz von Leib und Leben wieder zum obersten Staatszweck wird. Ein Messer am Tatort ist die letzte, blutige Mahnung, dass der Rechtsstaat dieses Primat noch lange nicht zurückgewonnen hat.

    Quelle: NRK

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