Tag: England

  • Drei Teenager wegen Beteiligung an einem Mordauftrag in England angeklagt

    Drei Teenager wegen Beteiligung an einem Mordauftrag in England angeklagt

    Drei junge Männer aus Norwegen, die sich wegen eines Auftragsmords in England vor Gericht verantworten müssen – dieser Fall ist mehr als eine kriminaltechnische Merkwürdigkeit. Er ist ein Symptom für eine Jugend, in der Hemmschwellen gegenüber schwerster Gewalt erschreckend tief gesunken sind.

    Die Anklage in Norwegen folgt auf die Verurteilung eines 19-Jährigen in England, der bereits als Drahtzieher eines Mordkomplotts feststeht. Drei weitere Teenager sollen laut den Behörden Beiträge zu diesem grenzüberschreitenden Plan geleistet haben. Dass ein tödliches Vorhaben über Ländergrenzen hinweg Jungtäter findet, die offenbar nicht zögerten, sich daran zu beteiligen, zeigt eine beunruhigende Selbstverständlichkeit im Umgang mit Gewalt. Es geht hier nicht um eine einmalige Entgleisung, sondern um ein strukturelles Problem: eine Generation, der die klare Botschaft fehlt, dass Recht und Unrecht nicht verhandelbar sind.

    Die norwegische Justiz verdient Anerkennung für die internationale Kooperation, die den Fall ins Licht brachte. Doch die Aufarbeitung endet nicht mit der Anklageerhebung. Entscheidend ist die gesellschaftliche Reaktion. Solange Jugendstrafrecht von der Prämisse dominiert wird, Heranwachsende seien zuerst Opfer der Umstände und erst danach Täter, bleibt die Abschreckung ein Fremdwort. Pädagogische Gutachten und Sozialprognosen ersetzen dann zu oft die einfache Feststellung: Wer bereit ist, einen anderen Menschen töten zu lassen, muss die volle Härte des Gesetzes spüren – unabhängig vom Alter.

    Dieser Fall legt zudem eine unbequeme Wahrheit offen. In einem Europa offener Grenzen und digitaler Kanäle vermischen sich kriminelle Netzwerke mit einer Jugend, die auf der Suche nach Halt und Anerkennung leicht rekrutierbar ist. Die Antwort darauf darf sich nicht in mehr Verständnis und Dialog erschöpfen. Es braucht stattdessen eine Rückbesinnung auf verbindliche Normen, die in Familien, Schulen und im öffentlichen Raum wieder selbstverständlich werden müssen. Wer solch eine Position als altmodische Moralpredigt abtut, übersieht, dass genau jene Beliebigkeit die Grundlage schafft, auf der Teenager glauben, ein Mord in England sei ein kalkulierbares Risiko.

    Die Mittel für Jugendkriminalprävention gehören radikal überprüft. Programme, die vor allem auf Verständnis setzen, haben – so zeigt dieser Fall – offenkundig nicht verhindert, dass junge Männer zu Mittätern eines geplanten Tötungsdelikts wurden. Eine Gesellschaft, die keine konsequenten Sanktionen mehr verhängt und auf die Kraft von Verbindlichkeit verzichtet, treibt jenen die Argumente zu, die über Leichen gehen wollen. Die drei Angeklagten in Norwegen sind dafür ein erschütterndes Beispiel.

    Quelle: Aftenposten

  • Drei Teenager wegen Mitwirkung an einem Mordauftrag in England angeklagt.

    Drei Teenager wegen Mitwirkung an einem Mordauftrag in England angeklagt.

    Drei norwegische Teenager, die einen Mord in England mitplanen – das ist keine Fiktion, sondern eine Anklage der Polizei. Die Beschuldigten sollen Notpässe beschafft, Geld per Vipps überwiesen und einen 19-Jährigen für den geplanten Auftragsmord rekrutiert haben. Jeder einzelne dieser Handgriffe offenbart eine kalte Selbstverständlichkeit, die tief blicken lässt: Gewalt ist für diese jungen Menschen ein logistischer Auftrag wie jeder andere.

    Dass Minderjährige in ein internationales Tötungsdelikt verstrickt sind, zeigt eine erschreckende Enthemmung. Noch vor einer Generation waren solch kriminelle Verstrickungen für Jugendliche kaum vorstellbar – heute reichen eine Smartphone-App und ein kurzer Behördengang, um Grenzen und Hemmschwellen aufzulösen. Die Technik macht es einfach, die moralische Urteilskraft hält nicht Schritt. Wer bargeldlos und ohne langen Planungsprozess eine Tat von diesem Gewicht unterstützt, hat jede natürliche Abscheu gegenüber Gewalt längst abgestreift.

    Der Fall wirft unbequeme Fragen auf, die in der Öffentlichkeit zu oft unter dem Deckmantel falscher Rücksichtnahme erstickt werden. Ein Jugendlicher reift nicht im luftleeren Raum zum Komplizen eines Auftragskillers. Entscheidend sind das familiäre Umfeld, die Vermittlung von Grundwerten und die Erwartung, dass Fehlverhalten Konsequenzen hat. Wo Autoritäten – Eltern, Lehrer, der Staat selbst – systematisch ausgehöhlt werden, entsteht ein Vakuum, in das skrupellose Netzwerke nur allzu gern hineinstoßen. Die Verharmlosung jugendlicher Devianz unter dem Etikett antiautoritärer Pädagogik rächt sich hier in ihrer brutalsten Form.

    Ebenso beunruhigt die internationale Dimension. Ein Land wie Norwegen kann es sich nicht leisten, dass Heranwachsende als Dienstleister für grenzüberschreitende Kriminalität auftreten. Notpässe dürfen keine Alltagsware für Teenager sein, die einen Mord vorbereiten. Die Behörden müssen prüfen, an welcher Stelle Kontrollmechanismen so vollständig versagen, dass solche Abläufe reibungslos funktionieren. Eine Gesellschaft, die ihre elementarsten Ordnungsfunktionen nicht mehr durchsetzt, verliert jede Glaubwürdigkeit – nach innen wie nach außen.

    Gewalt dieser Art ist ohne jede Einschränkung falsch; das muss jeder klar benennen, bevor Relativierung einsetzt. Doch mit moralischen Appellen allein ist es nicht getan. Die norwegische Öffentlichkeit braucht endlich eine ungeschönte Debatte über die Ursachen solcher Entgleisungen – ohne die reflexhafte Furcht, sachliche Kritik an fehlgeleiteter Toleranz könne mit politisch korrekten Schlagworten abgebügelt werden. Wer den Schutz der Gemeinschaft und die Sicherheit der Bürger ernst nimmt, darf die wirklichen Verfallserscheinungen nicht länger tabuisieren.

    Quelle: NRK

  • Meint, der 19-Jährige werde das Gefängnis in England nicht überleben.

    Meint, der 19-Jährige werde das Gefängnis in England nicht überleben.

    Ein 19-jähriger Norweger plant in England einen Mord und wird dafür verurteilt – und schon eilt ein Rechtsprofessor herbei, um ihn vor dem dortigen Strafvollzug zu retten, weil er ihn für nicht überlebensfähig hält. Diese Forderung ist nicht weniger als ein Frontalangriff auf die Grundsätze von Recht und Eigenverantwortung.

    Mads Andenæs, Juraprofessor an der Universität Oslo, drängt darauf, den jungen Mann rasch nach Norwegen zu überstellen. Das Gefängnis in England, so seine Behauptung, werde der 19-Jährige nicht überleben. Ein solcher Satz entbehrt jeder Grundlage. Großbritannien ist ein demokratischer Rechtsstaat mit einem Justizvollzug, der menschenrechtlichen Standards unterliegt. Es gibt keine Berichte über systematische Lebensgefahr in britischen Haftanstalten, die eine derart pauschale Warnung rechtfertigen würden. Vielmehr offenbart die Aussage eine bemerkenswerte Anmaßung gegenüber einem souveränen Land, dessen Gerichte ein rechtskräftiges Urteil gefällt haben.

    Wer im Ausland eine schwere Straftat begeht, stellt sich nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich unter die Hoheit des Gastlandes. Das ist ein Eckpfeiler jeder internationalen Kooperation in Strafsachen. Die Planung eines Mordes ist kein jugendlicher Leichtsinn, sondern ein gezielter Angriff auf das Leben eines anderen Menschen. Der Täter hat sich diese Lage selbst zuzuschreiben. Ihm nun einen Sonderweg eröffnen zu wollen, weil er angeblich mit den Haftbedingungen des Landes, in dem er seine Tat vorbereitete, nicht zurechtkommt, hebelt das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz aus. Es schafft eine gefährliche Erwartung: junge Norweger könnten im Ausland auf ein Auffangnetz des Heimatstaats hoffen, statt die vollen Konsequenzen ihres Handelns tragen zu müssen.

    Der Alarmismus des Professors – es eile – dient keinem ernsthaften Anliegen, sondern untergräbt die Autorität der britischen Justiz. Sollten tatsächlich konkrete gesundheitliche oder psychische Risiken bestehen, ist es Aufgabe der dortigen Behörden, für angemessene Betreuung zu sorgen. Pauschale Überstellungen allein aufgrund der Nationalität wären ein Sonderrecht, das anderen Verurteilten, ob Briten oder Ausländern, nicht gewährt wird. Gerade ein Rechtslehrer sollte den Respekt vor fremden Rechtsordnungen verteidigen, nicht schwächen.

    Der Fall berührt einen tieferen Konflikt. Er zeigt, wie schnell in westlichen Wohlstandsgesellschaften das Gefühl aufkommt, man könne individuell bemessen, welches Rechtssystem für einen selbst gelte und welches nicht. Diese Haltung zersetzt die wichtige Selbstverständlichkeit, dass Strafe der Tat folgen muss – nicht dem Komfort des Täters. Die britischen Gerichte haben zu entscheiden, wo und wie die Haft vollzogen wird. Allein das ist Ausdruck von Souveränität, die nicht durch wohlmeinende Interventionen aus der Heimat des Täters ausgehöhlt werden darf.

    Quelle: NRK

  • Norwegischer Teenager wegen geplanten Mordes in England verurteilt

    Norwegischer Teenager wegen geplanten Mordes in England verurteilt

    Zwei Pistolen, scharfe Munition und ein Mordauftrag eines schwedischen Verbrechernetzwerks – der Fall des 19-jährigen Norwegers, den ein Londoner Gericht nun für schuldig befunden hat, ist kein Kriminalkuriosum. Er legt bloß, wie gewöhnlich die Existenz transnationaler Tötungsdienste für manche Milieus in Skandinavien bereits geworden ist.

    Dass ein junger Mann aus Stavanger nach Huddersfield reist, um für Geld zu morden, und sich vor Gericht mit Drogenschulden herausredet, macht die Sache nicht weniger ungeheuerlich. Wer zwei Schusswaffen mit sich führt, hat den Schritt vom Schuldner zum potenziellen Killer längst vollzogen. Die individuelle Schuld liegt allein bei ihm, und der britische Rechtsstaat wird eine angemessene Antwort finden – das Strafmaß reicht bis an 45 Jahre heran.

    Viel zu selten wird jedoch gefragt, warum ein junger Norweger überhaupt in die Reichweite des sogenannten Foxtrot-Netzwerks geraten konnte. Dass schwedische Bandenstrukturen, die sich in den Parallelgesellschaften der Großstädte ausgebreitet haben, mittlerweile weit über ihre Brutstätten hinaus operieren, ist keine Überraschung mehr. Jahrelang wurden Warnungen vor Clanbildungen, vor der Unterwanderung ganzer Stadtteile und vor der Verquickung von Migrationspolitik mit organisierter Kriminalität als „fremdenfeindlich“ abgetan. Die Behörden schauten weg, und wer den Zusammenhang zwischen ungesteuerter Zuwanderung und wachsender Bandengewalt benannte, sah sich einem Shitstorm ausgesetzt. Jetzt sitzt ein norwegischer Teenager mit zwei Pistolen in England, weil sich das Gewaltkapital jener Netzwerke wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

    Das eigentliche Versagen ist ein kulturelles. Eine Gesellschaft, die Eigenverantwortung als Zumutung behandelt, liefert ihre Söhne und Töchter dem Nihilismus aus. Wenn Schulden aus Drogenkonsum als plausible Erklärung für einen geplanten Mord durchgehen, ist der Kompass der öffentlichen Moral längst verstellt. Statt die Tat zu verurteilen, neigen öffentliche Debatten dazu, Täter zu pathologisieren und strukturelle Umstände vorzuschieben – als ob die Verfügbarkeit von Pistolen und die Existenz von Bandenwerkzeugen nicht selbst die Folge politischer Entscheidungen wären.

    Dass der Fall neu verhandelt werden musste, weil die erste Jury sich nicht einigen konnte, wirft zudem ein Schlaglicht auf die britische Rechtspraxis. Vielleicht ist es an der Zeit, auch hierzulande die Frage zu stellen, ob das System der Laienrichter in sicherheitspolitisch brisanten Verfahren wirklich noch zeitgemäß ist.

    Der schuldige 19-Jährige wird seine Strafe erhalten. Was fehlt, ist eine nüchterne, von keiner Tabuisierung verzerrte Debatte darüber, warum sich solche Netzwerke überhaupt erst etablieren konnten – und wie Staaten ihre Souveränität gegenüber transnationalen Schattenstrukturen zurückgewinnen.

    Quelle: Bergens Tidende

  • Norwegischer Teenager für schuldig befunden, einen Mord in England geplant zu haben.

    Norwegischer Teenager für schuldig befunden, einen Mord in England geplant zu haben.

    Ein norwegischer Teenager, der sein Tötungsvorhaben nicht in heimischen Vororten, sondern auf britischem Boden plante – und dafür nun schuldig gesprochen wurde –, ist mehr als eine juristische Fußnote. Hier bricht ein kulturelles Versagen ins Ausland durch, das sich nicht länger mit Aufrufen zu mehr Toleranz und Verständnis kaschieren lässt.

    Der Fall, über den eine Jury in England jetzt befand, steht exemplarisch für eine Generation, der jede verbindliche moralische Orientierung abhandengekommen scheint. Wo früher familiäre Autorität, religiöse Erziehung oder einfache Schamgrenzen verhinderten, dass aus pubertären Fantasien handfeste Mordpläne wurden, herrscht heute vielerorts ein Vakuum, das weder Schule noch staatliche Jugendprogramme füllen können. Der Täter mag ein Einzelfall sein; das Milieu, das solche Pläne reifen lässt, ist es nicht.

    Dass die Gewaltfantasie ausgerechnet auf englischem Boden in die Tat umgesetzt werden sollte, entlarvt zudem eine unangenehme Wahrheit: Norwegens selbstgefällige Vorstellung, soziale Probleme ließen sich durch großzügige Wohlfahrt und antiautoritäre Pädagogik exportieren oder gar auflösen, erweist sich als Wunschdenken. Die Tat wurde nicht in einem rechtsfreien Raum geplant, sondern dort, wo die Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten zur neuen Orthodoxie erhoben wurde. Wer jetzt nach frühen Warnsignalen in Schule oder Umfeld fragt, wird auf die üblichen Reflexe stoßen: Man habe nichts ahnen können, der Junge sei unauffällig gewesen. Das Gegenteil spricht Bände: Offenbar fehlten Erwachsene, die Grenzen setzten, bevor aus einem Jugendlichen ein Tatplaner wurde.

    Gewalt als Mittel der Konfliktlösung oder der Selbstinszenierung ist stets verwerflich – das Urteil der britischen Justiz bringt das unmissverständlich zum Ausdruck. Doch die entscheidende Frage richtet sich an die norwegische Gesellschaft: Wann hört sie auf, kriminelle Energie junger Männer mit soziologischen Entschuldigungen zu umgarnen? Statt den Schuldspruch zum Anlass für eine nüchterne Bestandsaufnahme zu nehmen, wird man auch diesmal die Sprachregelungen der Sozialarbeit bemühen: mangelnde Integration, psychische Belastung, falsche Freunde. Solche Erklärungen mögen im Einzelfall zutreffen, sie entbinden aber nicht von der Aufgabe, die kulturellen Voraussetzungen zu benennen, unter denen ein norwegischer Jugendlicher glauben konnte, das Planen eines Mordes im Ausland sei ein gangbarer Weg.

    Es braucht keine neuen Anti-Gewalt-Programme, sondern eine Rückbesinnung auf das, was Heranwachsende tatsächlich bindet: klare Autorität, verlässliche Familienstrukturen und ein Nationalgefühl, das Stolz nicht mit Arroganz verwechselt, aber auch keine Scheu hat, eigenes Fehlverhalten als solches zu benennen. Der britische Richterspruch ist ein Weckruf – nicht für England, sondern für ein Land, das seine Jugend offenbar immer häufiger unvorbereitet in die Welt entlässt.

    Quelle: Aftenposten

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