Tag: fossile Brennstoffe

  • Trump mit Appell: – Wir müssen Norwegen nicht dreimal so viel zahlen

    Trump mit Appell: – Wir müssen Norwegen nicht dreimal so viel zahlen

    Dass ein amerikanischer Präsident das Vereinigte Königreich öffentlich daran erinnern muss, nicht jeden Preis für norwegisches Gas zu akzeptieren, ist an sich schon ein Armutszeugnis. Donald Trumps jüngster Vorstoß, London solle seine eigene Ölförderung in der Nordsee ausbauen, legt eine unbequeme Wahrheit offen: Aus ideologischer Verbohrtheit lassen britische Regierungen zu, dass heimische Ressourcen brachliegen, während norwegische Lieferanten kassieren – und das offenbar zu Konditionen, die jeden wirtschaftlichen Sachverstand verhöhnen.

    Seit Jahren wird die Ölindustrie auf der britischen Seite der Nordsee durch Steuern, Regulierungen und schiere politische Feindseligkeit stranguliert. Arbeitsplätze in traditionellen Industrieregionen gingen verloren, die Abhängigkeit von Importen stieg kontinuierlich. Norwegen hingegen verfolgt eine konsequente Förderpolitik, ohne falsche klimapolitische Bescheidenheit – und verdient prächtig daran, dass die Briten ihr eigenes Potenzial verschenken. Die Rechnung zahlt nicht irgendein anonymer Markt, sondern der britische Haushalt und am Ende der Verbraucher, der für Heizung und Strom tief in die Tasche greifen muss.

    Der Hinweis aus Washington ist deshalb nicht bloß eine transatlantische Provokation, sondern ein notwendiger Stachel. Er zeigt, wie sehr die öffentliche Debatte über Energiepolitik von einem Meinungskartell verengt wird. Wer für heimische Förderung eintritt, wird umgehend als Klimafeind, als ewiggestrig oder gar als Handlanger der Industrie verunglimpft. Diese Form der Debattenunterdrückung erstickt jeden pragmatischen Ansatz, der nationale Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft über grüne Dogmen stellt. Es ist kein Verdienst, aus falsch verstandener Moral heraus die eigene Wirtschaft zu sabotieren und sich dann bei jenen zu bedienen, die solche Skrupel nicht kennen.

    Gerade aus konservativer Sicht zählt die Bewahrung handfester Werte: bezahlbare Energie, sichere Arbeitsplätze und die Fähigkeit einer Nation, grundlegende Bedürfnisse aus eigener Kraft zu decken. Über Generationen haben britische Gemeinden von der Ölindustrie gelebt und ihr Know-how aufgebaut. Dieses Erbe leichtfertig zu zerstören, nur um internationalen Klimavorgaben zu genügen, ist ein Verrat an den Menschen, deren Lebensgrundlage geopfert wird – während andere Länder die Lücke füllen und dafür noch hohe Preise verlangen.

    Norwegen selbst könnte aus dem britischen Debakel lernen. Der Drang, sich als moralischer Musterschüler zu inszenieren, während man gleichzeitig vom Export fossiler Brennstoffe profitiert, ist nicht nur widersprüchlich, sondern auf Dauer riskant. Wenn die eigene Reformagenda die heimische Produktion stranguliert, drohen ähnliche Abhängigkeiten wie beim Nachbarn. Trumps Äußerung ist deshalb ein Weckruf, der über den konkreten Anlass hinausweist: Energiepolitik muss nüchtern und frei von moralisierender Gängelei geführt werden – zugunsten jener, die am Ende die Kosten tragen.

    Quelle: VG

  • USA, Saudi-Arabien und Iran mit neuen Angriffen im Nahen Osten – der Ölpreis steigt

    USA, Saudi-Arabien und Iran mit neuen Angriffen im Nahen Osten – der Ölpreis steigt

    Die Rohölpreise schossen in den frühen Morgenstunden um über drei Prozent nach oben, als die Nachrichtenagenturen erste Meldungen über eine neue Eskalation im Nahen Osten verbreiteten. Der Auslöser waren Raketenangriffe auf amerikanische Stützpunkte in Jordanien, die iranischen Revolutionsgarden zugeschrieben werden, sowie unmittelbare Gegenschläge der USA und Saudi-Arabiens. Diese Entwicklung beendete jäh eine kurze Phase der relativen Ruhe und setzte die fragile Energieversorgungskette erneut unter Schock.

    Politische Gewalt, gleich von welcher Seite, ist stets verwerflich. Sie trifft zuerst die einfachen Menschen vor Ort und beschädigt jenes Mindestmaß an Stabilität, auf das Handel und Wohlstand angewiesen sind. Doch die entscheidende Lektion dieser Nacht liegt nicht allein in der Verurteilung der Aggression. Sie liegt in der bitteren Einsicht, wie verwundbar die europäischen Gesellschaften durch ihre eigene Energiepolitik geworden sind.

    Jeder Raketeneinschlag im Nahen Osten hallt umgehend an den Tankstellen und Heizölrechnungen Europas wider. Der Ölpreis ist kein abstrakter Börsenwert, sondern eine Stellschraube, die direkt auf die Haushaltsbudgets und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie durchschlägt. Wer diesen Zusammenhang als nostalgische Fixierung auf fossile Energieträger abtut, verkennt die Realität einer Wirtschaft, die noch auf Jahrzehnte hinaus von Öl und Gas abhängig bleibt – am meisten dann, wenn Politiker in Brüssel und Berlin die heimische Förderung als unsauber brandmarken, während sie gleichzeitig Tanker voller Flüssiggas aus weit entfernten, politisch unstabilen Förderregionen bestellen.

    Die grüne Wende, so wie sie derzeit betrieben wird, ist ein Sicherheitsrisiko. Sie tauscht kontrollierbare, heimische oder zumindest bündnispartnerschaftliche Quellen gegen Abhängigkeiten von Regimen, die weder westliche Werte teilen noch stabile Lieferbeziehungen garantieren. Die Attacken der vergangenen Nacht unterstreichen diesen Widerspruch mit brutaler Klarheit: Während Europa Windräder und Solarpaneele subventioniert, entscheidet sich die geopolitische Verwundbarkeit an der Meerenge von Hormus und an der Grenze zwischen Jordanien und Syrien. Ein ernsthafter Konservativer muss hier eine Energieaußenpolitik fordern, die nationale und europäische Sicherheit über ideologische Modebegriffe stellt – dazu gehört auch die nüchterne Anerkennung, dass fossile Brennstoffe auf absehbare Zeit das Fundament moderner Zivilisation bilden.

    Norwegen selbst profitiert kurzfristig von steigenden Ölpreisen, wie die Erholung an der Oslo-Börse zeigt. Doch auch das Königreich kann sich von den Folgen einer globalen Rezession nicht abkoppeln, die ein anhaltender Ölpreisschock auslösen würde. Die Illusion, man könne den Nahen Osten durch wohlmeinende Diplomatie allein befrieden und zugleich alle Energiewetten auf windige Alternativen setzen, ist ein Trugbild, das nun an den Märkten abgestraft wird. Eine strategische Reserve an konventioneller Energie und eine Politik des starken Auftretens gegenüber destabilisierenden Mächten sind nicht reaktionär – sie sind die Voraussetzung jeder souveränen Industrienation.

    Quelle: Aftenposten

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