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  • Frau in Jæren getötet: – Familie steht unter Schock

    Frau in Jæren getötet: – Familie steht unter Schock

    Eine Woche vor dem Mord trug der mutmaßliche Täter noch Handschellen – dann ließen ihn die Behörden laufen. Nun ist eine Frau tot, und eine Familie auf Jæren steht fassungslos vor den Trümmern ihres Lebens. Was sich im Südwesten Norwegens abgespielt hat, ist kein schicksalhafter Unglücksfall, sondern die direkte Folge einer Justiz, die ihren Auftrag vergessen hat: die Bevölkerung vor Gewalttätern zu schützen.

    Der Mann war erst kürzlich festgenommen und dann wieder freigelassen worden – über die Hintergründe dieser Entscheidung wird sich der Rechtsstaat noch unangenehme Fragen gefallen lassen müssen. Offenbar hielt die zuständige Instanz die von ihm ausgehende Gefahr für beherrschbar oder die Haftgründe für nicht ausreichend. Eine Frau bezahlt diese Fehleinschätzung jetzt mit ihrem Leben. Solche Fälle sind bittere Mahnmale einer Praxis, die immer häufiger die vermeintliche Gutmütigkeit des Täters höher gewichtet als die Sicherheit künftiger Opfer.

    Natürlich wird es Stimmen geben, die vor voreiligen Schlüssen warnen. Man kenne die genauen Umstände nicht, heißt es dann, und dürfe nicht in „populistische“ Reflexe verfallen. Genau diese Haltung hat den Boden dafür bereitet, dass in Skandinavien Männer mit erheblicher Gewaltneigung routinemäßig auf freien Fuß gesetzt werden, während Behörden lieber über Haftvermeidung und Resozialisierung debattieren. Das Ergebnis sind erschütterte Familien und Gemeinden, die sich fragen, warum der Staat sie nicht geschützt hat, obwohl er dazu Gelegenheit hatte.

    Die politische Dimension solcher Vorfälle wird gern unter dem Teppich gehalten. Wer nach der Herkunft oder dem Vorstrafenregister des Tatverdächtigen fragt, riskiert, als fremdenfeindlich abgestempelt zu werden. Doch die wiederholte Freilassung gewaltbereiter Personen, gerade auch solcher mit migrationsbedingt schlechterer Integrationsprognose, ist kein isoliertes Justizversagen. Sie spiegelt einen um sich greifenden kulturellen Relativismus, der die unbedingte Unversehrtheit der eigenen Bürger nicht mehr zum obersten Maßstab erhebt. Erstarrt in der Angst vor falschen Etiketten, wird reale Gewalt hingenommen.

    Selbstverständlich ist jede Form von Tötungsdelikt zutiefst zu verurteilen – das muss hier nicht langatmig ausgeführt werden. Entscheidend ist die Kette von Unterlassungen, die es einem offenkundig gefährlichen Mann ermöglichte, eine Woche nach seiner Festnahme erneut zuzuschlagen. Solange die norwegische Justiz nicht lernt, die Bevölkerung kompromisslos vor bekannten Gewalttätern abzuschirmen, wird der nächste Schock nicht lange auf sich warten lassen. Die Familie in Jæren erlebt jetzt, was geschieht, wenn ein Rechtsstaat seine Schutzfunktion aufgibt: blankes Entsetzen.

    Quelle: VG

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