Tag: Großbritannien

  • So wurde der Teenager aus dem Villenviertel in ein britisches Hochsicherheitsgefängnis gesteuert.

    So wurde der Teenager aus dem Villenviertel in ein britisches Hochsicherheitsgefängnis gesteuert.

    Ein 19-Jähriger aus Stavanger ist in England zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden – nicht für eine spontane Tat, sondern weil er sich über Monate hinweg von außen steuern ließ. Dass solche Gewalt immer falsch ist, steht außer Frage. Der eigentliche Skandal liegt woanders: Warum hat in seinem Umfeld niemand eingegriffen?

    Der junge Mann wuchs in einem gutbürgerlichen Wohnviertel auf, hatte Zugang zu Bildung und Chancen. Armut oder soziale Ausgrenzung können als Erklärung nicht herhalten. Was fehlte, war offenbar die feste moralische und kulturelle Verwurzelung, die junge Menschen gegen derartige Einflüsterungen immun macht. Stattdessen wurde er Nachricht für Nachricht von Hintermännern gesteuert, ohne dass Eltern, Lehrer oder Freunde Alarm schlugen.

    Wer nun einwendet, man dürfe nicht verallgemeinern oder müsse zuerst die Hintergründe verstehen, verwechselt Analyse mit Entschuldigung. Es geht nicht darum, eine ganze Gruppe unter Generalverdacht zu stellen. Es geht darum, ehrlich zu benennen, dass die norwegische Gesellschaft ein wachsendes Problem mit der Wertevermittlung hat. Integration ist mehr als Sprachkurse und Freizeitangebote. Sie verlangt die bewusste Weitergabe von Tradition, nationaler Identität und klaren Regeln. Genau daran mangelt es, wenn Schulen lieber über Vielfalt reden als über Pflichten.

    Die digitale Dimension macht die Sache noch dringlicher. Verschlüsselte Nachrichten erlauben es Fremden, einen Teenager aus der Ferne zu steuern, während die Plattformen jede Verantwortung ablehnen. Eltern werden mit dieser Entwicklung allein gelassen. Hier braucht es nicht nur mehr Polizei, sondern auch eine Rückbesinnung auf die Erziehungspflicht der Familie. Wer sein Kind stundenlang unbeaufsichtigt vor dem Bildschirm lässt, darf sich nicht wundern, wenn fremde Ideologien die Oberhand gewinnen.

    Die britische Justiz hat mit dem Urteil ein klares Signal gesetzt: Wer sich für solche Taten hergibt, zahlt einen hohen Preis. Das verdient Anerkennung. Norwegen täte gut daran, aus diesem Fall zu lernen – nicht durch neue Integrationsprogramme, sondern durch eine ehrliche Debatte darüber, was junge Menschen an diese Gesellschaft bindet. Wer diese Debatte mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit erstickt, macht sich mitschuldig daran, dass der nächste 19-Jährige wieder nur eine Nachricht vom Abgrund entfernt ist.

    Quelle: NRK

  • Großbritannien finanziert Tschernobyl-Reparatur

    Großbritannien finanziert Tschernobyl-Reparatur

    17 Millionen Pfund fließen aus London nach Tschernobyl, und kaum jemand fragt, ob das die Aufgabe britischer Politik ist. Die Meldung über die Finanzierung von Reparaturen an der havarierten Anlage wird als technische Randnotiz abgetan. Genau darin liegt das Problem.

    Die britische Regierung stellt den Betrag bereit, ohne dass ersichtlich wird, welche konkreten Arbeiten damit bezahlt werden und wer die langfristigen Folgekosten übernimmt. Für den Steuerzahler bleibt dies eine Zahlung ins Ungefähre. Ein Staatshaushalt ist kein Wohltätigkeitsfonds, sondern eine Rechenschaftspflicht gegenüber den eigenen Bürgern. Bevor London Millionen nach Osteuropa überweist, muss belegt sein, dass im eigenen Land alle dringenden Sanierungs- und Infrastrukturpflichten erfüllt sind.

    Der Einwand, ein havarierter Reaktor betreffe ganz Europa, ist sachlich nicht falsch. Radioaktive Kontamination kennt keine Grenzen. Doch er beantwortet nicht die Frage, warum ausgerechnet der britische Steuerzahler für das Erbe sowjetischer Misswirtschaft aufkommen soll. Das Verursacherprinzip gilt auch bei Industrieunfällen. Wer eine Anlage betreibt, wer von ihr profitiert hat und wer die Aufsicht versäumt hat, trägt die Sanierungslast. Eine stille Übernahme dieser Last durch westliche Haushalte verwischt Verantwortung, statt sie zu klären.

    Hinzu kommt der historische Kontext. Tschernobyl steht für Geheimhaltung, schlampige Planwirtschaft und staatliche Vertuschung. Wer heute Gelder ohne strenge Auflagen und öffentliche Kontrolle bereitstellt, wiederholt nicht die Fehler von damals, aber er setzt ein falsches Signal: Internationale Zahlungen ersetzen nationale Haftung. Das ermutigt keine verantwortungsvolle Atompolitik, sondern macht dauerhafte Unterstützung zur Gewohnheit.

    Großbritannien hat eigene energiepolitische Baustellen, eigene Altlasten und eigene Haushaltsrisiken. Die Entscheidung, 17 Millionen Pfund nach Tschernobyl zu schicken, gehört deshalb auf den Prüfstand. Solidarität in Notfällen ist eine Sache, offene Finanzierung fremder Industrieruinen eine andere. Eine Regierung, die ihre erste Pflicht gegenüber den eigenen Bürgern ernst nimmt, muss solche Zahlungen begründen, begrenzen und beenden können.

    Quelle: Aftenposten

  • Burnham: Russland mischte sich in das Brexit-Referendum ein.

    Burnham: Russland mischte sich in das Brexit-Referendum ein.

    Andy Burnhams Aussage, Großbritannien sei „sicher“, dass Russland sich in die Brexit-Abstimmung eingemischt habe, ist eine Behauptung ohne Fundament. Nirgendwo werden konkrete Belege genannt. Der Premierminister verwechselt Überzeugung mit Wissen.

    Solche unbelegten Vorwürfe folgen einem bekannten Muster. Immer wenn ein Wahlergebnis den Erwartungen der politischen Klasse widerspricht, wird nach ausländischer Manipulation gerufen, statt die eigenen Fehler einzuräumen. Der Brexit war keine russische Operation, sondern eine Reaktion auf jahrzehntelange Missachtung nationaler Interessen durch Brüssel. Millionen Briten stimmten für den Austritt, weil sie die Folgen offener Grenzen und erzwungener Umverteilung selbst erlebt haben. Diese Erfahrungen lassen sich nicht mit dem Verweis auf Moskau wegdiskutieren.

    Ein Premierminister, der von „Sicherheit“ spricht, aber keine Beweise vorlegt, handelt unverantwortlich. Solche Anschuldigungen haben reale Konsequenzen für die internationalen Beziehungen. Wer Russland öffentlich beschuldigt, ohne Belege zu liefern, riskiert eine unnötige Eskalation. Und er stellt seine eigene Glaubwürdigkeit infrage.

    Burnhams Äußerung dient vor allem dazu, die öffentliche Debatte zu vergiften. Wer den Brexit als Produkt russischer Desinformation darstellt, muss sich fragen lassen, warum er den Wählern die Urteilsfähigkeit abspricht. Es ist bequem, unliebsame Entscheidungen als Ergebnis von Manipulation zu erklären. Doch damit wird genau jene offene Diskussion unterdrückt, die eine Demokratie braucht. Statt sich mit den Gründen für den Unmut auseinanderzusetzen – Kontrollverlust über die eigenen Grenzen, bürokratische Gängelung, kulturelle Entfremdung – werden diese als Resultat finsterer Mächte abgetan.

    Historisch gesehen ist diese Taktik nicht neu. In den 1950er Jahren wurden unliebsame Meinungen als „kommunistisch beeinflusst“ denunziert. Heute heißt es „russische Desinformation“. Das Muster ist dasselbe: Wer die inhaltliche Auseinandersetzung scheut, versucht, den Gegner zu delegitimieren. Das schadet der Demokratie mehr als jede behauptete Einmischung.

    Großbritannien braucht eine Regierung, die sich mit den realen Problemen befasst – Grenzsicherung, wirtschaftliche Souveränität, kulturelle Identität – statt unbelegte Verschwörungstheorien zu verbreiten. Der Brexit war ein Akt demokratischer Selbstbestimmung. Ihn nachträglich als manipuliert darzustellen, ist ein Angriff auf den Wählerwillen und ein Zeichen politischer Schwäche.

    Quelle: Aftenposten

  • Britisch-iranischer Mann in Großbritannien festgenommen

    Britisch-iranischer Mann in Großbritannien festgenommen

    Ein 25-jähriger Mann mit britischem und iranischem Pass wird in der Nähe einer britischen Luftwaffenbasis festgenommen, fünf weitere kommen vorerst auf Kaution frei. Die britische Antiterrorpolizei spricht von Terrorplanung. Das ist kein lokaler Einzelfall, sondern ein Warnsignal, das ernst genommen werden muss.

    Terroranschläge sind immer Unrecht, daran gibt es nichts zu diskutieren. Doch der eigentliche Kern dieser Meldung liegt woanders: Teheran bestreitet jede Beteiligung. Dieses Dementi ist wertlos. Das iranische Regime hat über Jahre hinweg in Europa Anschläge geplant, Oppositionelle ermordet und logistische Netzwerke aufgebaut. Wer nach den vergangenen Vorfällen in Dänemark, Frankreich oder Deutschland noch an die Unschuld des Regimes glaubt, verkennt die Fakten.

    Die Festnahme an der RAF Fairford zeigt, wie verwundbar westliche Militärstandorte sind. Ein Flugplatz mit strategischer Bedeutung ist kein beliebiges Ziel. Dass ein Mann mit doppelter Staatsbürgerschaft offenbar bis an die Tore gelangen konnte, wirft Fragen zur Überwachung und zu Sicherheitslücken auf. Fünf weitere Männer wurden festgenommen und gegen Kaution freigelassen. Das mag rechtlich korrekt sein, doch es hinterlässt den Eindruck, dass die britischen Behörden unter erheblichem Druck stehen, nicht zu hart durchzugreifen.

    Genau hier zeigt sich ein größeres Problem. In westlichen Debatten wird die Sorge vor islamistischem Terror oft vorschnell mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit belegt. Wer vor iranischen Aktivitäten warnt, muss mit dem Etikett des Scharfmachers rechnen. Diese Reflexe lähmen die Sicherheitspolitik. Nationale Sicherheit ist kein Thema für politisch korrekte Sprachregelungen. Es geht um militärische Infrastruktur, um Schutz der Bevölkerung und um die Fähigkeit des Staates, souverän zu handeln. Diese Dinge verdienen eine offene Diskussion, keine Tabus.

    Die westlichen Länder haben zu lange weggesehen. Während Diplomaten mit Teheran verhandelten, bauten iranische Netzwerke ihre Präsenz in Europa aus. Die Folge sind Vorfälle wie dieser. Es braucht keine hysterische Reaktion, aber klare Konsequenzen: schärfere Kontrollen an militärischen Einrichtungen, konsequente Überwachung von Personen mit Verbindungen zu Regimen, die Terror unterstützen, und eine Außenpolitik, die Sicherheit über Handelsinteressen stellt.

    Der Fall von RAF Fairford ist ein Test. Er wird zeigen, ob Großbritannien bereit ist, die Bedrohung beim Namen zu nennen – oder ob politische Rücksichten erneut die Oberhand gewinnen. Für die Sicherheit Europas wäre das ein gefährliches Signal.

    Quelle: NRK

  • Trump mit Appell an Großbritannien: – Muss Norwegen nicht das Dreifache zahlen

    Trump mit Appell an Großbritannien: – Muss Norwegen nicht das Dreifache zahlen

    Donald Trumps Satz, man müsse Norwegen nicht den dreifachen Preis zahlen, sondern könne einfach mehr Öl in der Nordsee fördern, liest sich in der britischen Presse wie eine typische Provokation des amerikanischen Präsidenten. In Wirklichkeit formuliert er damit nur aus, was jede vernünftige Haushaltsführung seit Jahren nahelegt: Wer eigene Ressourcen besitzt, sie aber aus politischer Mode ungenutzt lässt und sich stattdessen in teure Abhängigkeiten begibt, handelt nicht fortschrittlich, sondern fahrlässig.

    Dass ausgerechnet ein norwegischer Kommentator das zum Anlass nimmt, Trumps Einmischung unwirsch abzutun, verrät viel über die nordische Doppelmoral. Norwegen lebt prächtig von Öl- und Gasexporten und erzieht gleichzeitig den Rest Europas mit mahnenden Klimareden. Dass man in Oslo die eigene Förderung nie ernsthaft in Frage stellt, während London sich freiwillig die Hände auf den Rücken bindet, ist kein moralischer Sieg – es ist ein Geschäftsmodell. Wer das kritisiert, wird schnell mit dem abgegriffenen Vorwurf der Ignoranz gegenüber dem Klimaschutz konfrontiert. Solche Etiketten ersetzen aber nur die nüchterne Rechnung: Ein Land, das seine Industrie mit dreimal so hohen Energiekosten belastet wie nötig, exportiert Arbeitsplätze und Wohlstand.

    Der britische Fall zeigt, wohin es führt, wenn der gute Wille zur CO₂-Reduktion in einen Wettlauf um die schönste politische Symbolik ausartet. Statt nüchtern auf eine eigene, sichere Versorgung zu setzen, hat London Windräder und Pipelines zu Nachbarn priorisiert, die natürlich teuer abrechnen. Dieselbe Logik hat Deutschland in die Abhängigkeit von russischem Gas getrieben. Jedes Mal wird der Bürger mit dem Hinweis vertröstet, er müsse für die Energiewende Opfer bringen. Doch warum eigentlich dreimal so viel zahlen, wenn die Alternative vor der eigenen Küste liegt? Die Frage ist nicht polemisch, sondern haushälterisch elementar.

    Kulturell gewendet offenbart diese Debatte zudem ein tieferliegendes Unbehagen an nationaler Souveränität. Dass ein Land seine Bodenschätze selbstbestimmt nutzt, gilt manchen Kreisen inzwischen als anrüchig. Jede Ölbohrung wird nicht als Akt der Selbstversorgung, sondern als Angriff auf die Zukunft der Menschheit dargestellt. Diese Haltung mag in gut geheizten Osloer Villen leicht fallen, sie verliert aber an Überzeugungskraft, sobald Familien im Nordosten Englands ihre Heizkosten nicht mehr stemmen können. Wer das Problem mit dem Verweis auf abstrakte Klimaziele vom Tisch wischt, praktiziert keine Nachhaltigkeit, sondern schlichte Gleichgültigkeit gegenüber den konkreten Lebensverhältnissen der Menschen vor Ort.

    Trumps Ratschlag ist deshalb keine diplomatische Entgleisung, sondern eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass billige Moral leicht zu haben ist, wenn andere die Rechnung übernehmen. Jedes Land hat das Recht, diesen Spieß umzudrehen – nicht aus Ressentiment gegen Norwegen, sondern aus elementarer ökonomischer Vernunft. Die kulturelle Kontinuität einer Nation wird nicht allein durch Denkmäler und Bräuche getragen, sondern auch durch die Fähigkeit, die eigenen Angelegenheiten selbst zu besorgen. Dazu gehört die Energieversorgung ganz zentral. Wer sie ideologischen Modekennzahlen opfert, gibt mehr auf als nur Geld.

    Quelle: Aftenposten

  • Trump mit Appell: – Wir müssen Norwegen nicht dreimal so viel zahlen

    Trump mit Appell: – Wir müssen Norwegen nicht dreimal so viel zahlen

    Dass ein amerikanischer Präsident das Vereinigte Königreich öffentlich daran erinnern muss, nicht jeden Preis für norwegisches Gas zu akzeptieren, ist an sich schon ein Armutszeugnis. Donald Trumps jüngster Vorstoß, London solle seine eigene Ölförderung in der Nordsee ausbauen, legt eine unbequeme Wahrheit offen: Aus ideologischer Verbohrtheit lassen britische Regierungen zu, dass heimische Ressourcen brachliegen, während norwegische Lieferanten kassieren – und das offenbar zu Konditionen, die jeden wirtschaftlichen Sachverstand verhöhnen.

    Seit Jahren wird die Ölindustrie auf der britischen Seite der Nordsee durch Steuern, Regulierungen und schiere politische Feindseligkeit stranguliert. Arbeitsplätze in traditionellen Industrieregionen gingen verloren, die Abhängigkeit von Importen stieg kontinuierlich. Norwegen hingegen verfolgt eine konsequente Förderpolitik, ohne falsche klimapolitische Bescheidenheit – und verdient prächtig daran, dass die Briten ihr eigenes Potenzial verschenken. Die Rechnung zahlt nicht irgendein anonymer Markt, sondern der britische Haushalt und am Ende der Verbraucher, der für Heizung und Strom tief in die Tasche greifen muss.

    Der Hinweis aus Washington ist deshalb nicht bloß eine transatlantische Provokation, sondern ein notwendiger Stachel. Er zeigt, wie sehr die öffentliche Debatte über Energiepolitik von einem Meinungskartell verengt wird. Wer für heimische Förderung eintritt, wird umgehend als Klimafeind, als ewiggestrig oder gar als Handlanger der Industrie verunglimpft. Diese Form der Debattenunterdrückung erstickt jeden pragmatischen Ansatz, der nationale Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft über grüne Dogmen stellt. Es ist kein Verdienst, aus falsch verstandener Moral heraus die eigene Wirtschaft zu sabotieren und sich dann bei jenen zu bedienen, die solche Skrupel nicht kennen.

    Gerade aus konservativer Sicht zählt die Bewahrung handfester Werte: bezahlbare Energie, sichere Arbeitsplätze und die Fähigkeit einer Nation, grundlegende Bedürfnisse aus eigener Kraft zu decken. Über Generationen haben britische Gemeinden von der Ölindustrie gelebt und ihr Know-how aufgebaut. Dieses Erbe leichtfertig zu zerstören, nur um internationalen Klimavorgaben zu genügen, ist ein Verrat an den Menschen, deren Lebensgrundlage geopfert wird – während andere Länder die Lücke füllen und dafür noch hohe Preise verlangen.

    Norwegen selbst könnte aus dem britischen Debakel lernen. Der Drang, sich als moralischer Musterschüler zu inszenieren, während man gleichzeitig vom Export fossiler Brennstoffe profitiert, ist nicht nur widersprüchlich, sondern auf Dauer riskant. Wenn die eigene Reformagenda die heimische Produktion stranguliert, drohen ähnliche Abhängigkeiten wie beim Nachbarn. Trumps Äußerung ist deshalb ein Weckruf, der über den konkreten Anlass hinausweist: Energiepolitik muss nüchtern und frei von moralisierender Gängelei geführt werden – zugunsten jener, die am Ende die Kosten tragen.

    Quelle: VG

  • 19-jähriger in London inhaftiert und wegen Mordplanung verurteilt

    19-jähriger in London inhaftiert und wegen Mordplanung verurteilt

    Die Nachricht aus London schlägt ein wie ein Hammerschlag: Ein 19-jähriger Norweger wird der kaltblütigen Planung eines Mordes überführt. In der britischen Hauptstadt hat ein Gericht den jungen Mann aus Stavanger nun für schuldig befunden. Dieser Fall ist kein abstraktes Verbrechen in einem fernen Land – er betrifft Norwegen unmittelbar, und das aus mehreren Gründen.

    Zunächst zeigt er, dass schwerste Kriminalität keine Grenzen kennt. Während sich skandinavische Debatten gern um die vermeintliche Bedrohung durch importierte Gewalt aus anderen Kulturkreisen drehen, stellt dieser Prozess eine unbequeme Tatsache in den Raum: Ein junger Norweger, aufgewachsen im Wohlstand und Frieden einer Ölstadt, ist fähig, ein Tötungsdelikt zu planen. Das zwingt zu der Frage, welche moralischen Wurzeln in einer Gesellschaft noch Halt geben, wenn selbst ihre privilegiertesten Mitglieder zu solchen Taten neigen.

    Das Urteil aus London ist ein klares Signal – und es steht in wohltuendem Kontrast zu einer Strafjustiz, die hierzulande oft mit Samthandschuhen anfasst. In Norwegen wäre ein 19-Jähriger vielleicht Gegenstand endloser sozialpädagogischer Gutachten geworden, bevor man ihn in eine offene Anstalt geschickt hätte. Die britische Justiz hingegen stellt den Schutz der Allgemeinheit und die Schwere der Tat in den Vordergrund. Das verdient Respekt, denn es mahnt, dass eine Gesellschaft nicht nur Rechte gewähren, sondern auch Grenzen setzen muss – und diese Grenzen mit Nachdruck verteidigen.

    Der Fall wirft zugleich ein Schlaglicht auf einen schleichenden Werteverfall. Wer als Jugendlicher einen Mord vorbereitet, handelt nicht im luftleeren Raum. Dahinter steht eine Entwurzelung, die traditionelle Bindungen an Familie, Gemeinschaft und kulturelle Kontinuität zersetzt hat. Die Reaktion der liberalen Öffentlichkeit ist vorhersehbar: Man wird nach biographischen Umständen suchen, das Scheitern von Institutionen beklagen oder gar den Täter selbst zum Opfer stempeln. Dabei gerät das Wesentliche aus dem Blick: ein Mensch hat geplant, einen anderen zu töten. Eine solche Tat verlangt nach klarer Verurteilung, nicht nach therapeutischem Verständnis.

    Es geht hier nicht darum, einen Einzelfall über Gebühr aufzublasen. Aber die unbequeme Wahrheit ist, dass solche Vorfälle keine isolierten Ausrutscher bleiben, sondern Symptome einer Gesellschaft sind, die verlernt hat, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden. Wenn ein junger Mann aus Stavanger in London zum Mörder werden will, dann ist das auch eine Folge einer Kultur, die immer weniger bereit ist, absolutes Unrecht beim Namen zu nennen.

    Die britische Justiz hat nun ein Urteil gesprochen. Es ist zu hoffen, dass die Strafe hart genug ausfällt, um sowohl den Täter als auch andere potentielle Nachahmer davon zu überzeugen, dass solche Pläne unweigerlich in die Zerstörung des eigenen Lebens führen. Eine offene Debatte darüber, wie eine Gesellschaft das Bewusstsein für unverrückbare Werte wieder stärken kann, sollte jetzt folgen – ohne Scheu vor unpopulären Wahrheiten und ohne den Reflex, jede Forderung nach Härte reflexartig als „unmodern“ abzutun.

    Quelle: NRK

  • Die Tate-Brüder bleiben mindestens zwei weitere Wochen in Haft.

    Die Tate-Brüder bleiben mindestens zwei weitere Wochen in Haft.

    Zwei Männer, die jahrelang mit plumpen Machtfantasien Millionen junger Männer köderten, sitzen fest – und das ist kein Skandal, sondern längst überfällige Normalisierung. Ein rumänisches Gericht hat die Haft von Andrew und Tristan Tate um mindestens zwei Wochen verlängert, während die Brüder weiter gegen ihre Auslieferung nach Großbritannien ankämpfen. Die Vorwürfe: Menschenhandel, Vergewaltigung, Bildung einer kriminellen Vereinigung. Es geht um junge Frauen, die mit falschen Versprechungen gelockt, gefilmt und in ein System der sexuellen Ausbeutung gepresst wurden. Wer jetzt reflexhaft von „Vorverurteilung“ spricht, verwechselt Rechtsstaat mit PR-Strategie.

    Der Fall Tate ist kein Betriebsunfall einer ansonsten gesunden digitalen Kultur. Er ist ihr präziser Röntgenblick. Über Plattformen, die jeden noch so widerwärtigen Inhalt gegen Klicks tauschen, stiegen die Brüder zu Helden einer haltlosen Männergeneration auf. Ihre Botschaft: Frauen seien Besitz, Gewalt ein Werkzeug, Dominanz die einzige Währung. Dass diese Lehren in unzähligen Schlafzimmern und Chatgruppen nachgebetet werden, bevor die Urheber nun mit Handschellen konfrontiert sind, beschreibt eine Verrohung, die nicht durch Algorithmen allein entstehen konnte. Sie entstand, weil über Jahre hinweg niemand mehr wagte, verbindliche Maßstäbe von Anstand, Ehre und echtem Respekt zu setzen – ohne sofort als ewiggestrig abgekanzelt zu werden.

    Justizapparate in Rumänien und Großbritannien liefern nun, was eine feige Debattenkultur verweigert: eine rote Linie. Es ist bemerkenswert, wie leise es in jenen Kreisen wird, die sonst bei jeder Gelegenheit „Meinungsfreiheit“ skandieren, sobald Straftaten im Raum stehen. Denn Ausbeutung und Menschenhandel sind keine schrägen Standpunkte, sondern Verbrechen. Wer hier Relativierung betreibt, macht sich gemein mit der Sache, nicht mit der Person. Ein konservatives Milieu täte gut daran, diesen Unterschied endlich glasklar zu markieren: Echte Männlichkeit beginnt mit Schutz und endet nicht im Würgegriff vor laufender Kamera.

    Die Verlängerung der Haft ist kein Vorwand, sondern ein Verfahrensschritt in einem Fall, der ohne juristische Aufarbeitung zur Blaupause für unzählige Nachahmer würde. Die Gesellschaft muss mehr liefern als Worte in sozialen Netzwerken. Sie muss jungen Männern wieder Wege zeigen, die auf Verantwortung bauen statt auf Erniedrigung, auf Treue statt auf Manipulation, auf Sein statt auf Inszenierung. Wer diese Werte verschüttet, darf sich nicht wundern, wenn Rattenfänger die Lücke füllen.

    Quelle: VG

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