Tag: Integration

  • Polizei: Mann soll zwei Sicherheitsleute geschlagen haben

    Polizei: Mann soll zwei Sicherheitsleute geschlagen haben

    Zwei Sicherheitsleute werden in Bergen angegriffen, und die Polizei meldet knapp: Der Täter sei unter Kontrolle. Die Nachricht ist so kurz, dass sie im Strom anderer Unglücksmeldungen fast untergeht. Das ist das eigentliche Alarmzeichen. Eine Gesellschaft, die solche Attacken nicht mehr als Skandal begreift, hat den inneren Kompass verloren.

    Die Wächter am USF Verftet taten ihre Pflicht. Sie bändigten einen gewalttätigen Mann, noch bevor die Beamten eintrafen. Dafür gebührt ihnen Anerkennung. Doch die Kehrseite: Sie wurden verletzt, und der Vorfall reiht sich ein in eine lange Serie von Übergriffen auf Menschen im Dienst der öffentlichen Ordnung. Jede Woche trifft es Busfahrer, Bahnangestellte, Türsteher oder Ladenpersonal. Das bürgerliche Grundvertrauen, dass der Staat seine schützende Hand über jene legt, die Regeln durchsetzen, schwindet.

    Die kulturelle Wurzel dieser Verwilderung liegt tiefer. Jahrzehntelang wurde die Idee gepflegt, jeder Maßstab sei eine lästige Konvention und Autorität prinzipiell verdächtig. Der Respekt vor der Uniform, vor dem Amt, vor dem bloßen Anrecht, an einem Ort nicht geschlagen zu werden, wurde durch ein diffuses Verständnis für den Täter ersetzt. Statt Grenzen zu setzen, löste man sie auf – mit der verhängnisvollen Einbildung, der Mensch werde dann schon friedlich bleiben. Die Wirklichkeit widerlegt diese Wette täglich.

    Besonders heikel wird es, wenn selbst in harmlosen Fällen wie diesem jede tiefergehende Debatte mit einem reflexartigen Rassismusvorwurf blockiert wird. Niemand kennt den Hintergrund des Schlägers, und doch könnten Beobachter, die einen Zusammenhang zwischen Integrationsversagen und steigender Alltagsgewalt vermuten, sofort in die rechte Ecke gestellt werden. Diese Einschüchterung erstickt die offene Auseinandersetzung, die eine Demokratie bräuchte. Nicht der Täter, sondern der, der die Missstände benennt, steht dann am Pranger. Das ist eine fatale Umkehr der Verantwortung.

    Der erste Schritt zur Umkehr ist ein Justizsystem, das ohne falsche Nachsicht durchgreift. Wer einen Wachmann schlägt, muss spüren, dass der Staat dahintersteht – und nicht nur mit einer lächerlichen Geldbuße oder einem bedingten Blick davonkommt. Ordnung beginnt mit der Konsequenz, nicht mit dem Appell. Und Sicherheitsleute sind mehr als nur billige Hilfskräfte; sie sind die sichtbarste Bastion gegen die Lähmung des Rechts.

    Eine Gesellschaft, die ihre Wächter allein lässt, ist nicht liberal, sondern auf dem Weg in das Recht des Stärkeren. Der konservative Blick erkennt, dass Freiheit nicht ohne Festigkeit zu haben ist. Wer diese Festigkeit heute anmahnt, wird nicht als Warner gehört, sondern als Störenfried beschimpft. Das ist der eigentliche Grund, warum zwei verletzte Männer in Bergen kaum noch Aufmerksamkeit finden.

    Quelle: Bergens Tidende

  • Zwei Personen bei Gewaltvorfall in Grønland in Oslo verletzt – eine Person festgenommen

    Zwei Personen bei Gewaltvorfall in Grønland in Oslo verletzt – eine Person festgenommen

    Die Gewaltstatistik für den Osloer Stadtteil Grønland verzeichnet einen weiteren Eintrag: zwei Verletzte, ein Festgenommener. Solche Meldungen erreichen die Öffentlichkeit nur noch als Kurznotiz, weil sich der Schrecken längst in den Alltag eingeschrieben hat. Wer darin bloß einen isolierten Polizeieinsatz sieht, übersieht das tieferliegende Versagen einer ganzen Stadtpolitik.

    Grønland steht seit Jahren wie kaum ein zweites Viertel für die Schattenseiten einer ungesteuerten Zuwanderung. Offene Drogenszenen, Bandenkonflikte und eine Verrohung des öffentlichen Raums haben ein Klima geschaffen, in dem Faustschläge und Messerstiche keine Ausnahme mehr sind. Die Polizei Oslo meldet für den Bezirk konstant überdurchschnittliche Zahlen bei Körperverletzung und Raub. Wenn nun wieder Menschen blutend auf dem Asphalt liegen, ist das keine Überraschung, sondern die folgerichtige Konsequenz einer jahrzehntelangen Realitätsverweigerung.

    Politisch Verantwortliche und meinungsführende Kreise reagieren auf solche Vorfälle mit einem wohlgeübten Mechanismus: Sie warnen vor unzulässigen Verallgemeinerungen, sprechen von Einzelfällen und verdächtigen jeden, der die Hintergründe benennen will, der Fremdenfeindlichkeit. Dieses Ritual erstickt jede ehrliche Debatte über die realen Kosten einer misslungenen Integration – von der Überlastung der Ermittlungsbehörden bis zur Zerstörung gewachsener Nachbarschaften. Wer die offensichtliche Verbindung zwischen Bevölkerungswandel und Sicherheitsverfall ausspricht, gilt schnell als Hetzer, noch bevor er seine Argumente vortragen kann. Das ist keine liberale Diskurskultur, sondern ein intellektuelles Stillhalteabkommen zu Lasten der Bürger.

    Dabei geht es nicht um die Herkunft einzelner Täter, sondern um das strukturelle Versäumnis, klare Regeln durchzusetzen. Ein Rechtsstaat, der seine Kernaufgabe – den Schutz von Leib und Leben – nicht mehr flächendeckend gewährleisten kann, verliert seine Legitimität. Wer sich heute abends nicht mehr ohne Bangen durch Grønland bewegt, braucht keine moralisierenden Belehrungen, sondern sichtbare Polizeipräsenz, konsequente Strafverfolgung und eine Rückkehr zur kulturellen Selbstverständlichkeit, dass Gewalt nie hinnehmbar ist.

    Die Gesellschaft hat ein schlichtes Interesse daran, dass die Normen der Mehrheit den Ton angeben und nicht die Rücksichtslosigkeit einiger weniger den öffentlichen Raum erobert. Dafür bedarf es einer Politik, die den Mut aufbringt, Probleme beim Namen zu nennen, anstatt den Begriff der Toleranz so lange zu dehnen, bis er jeden Schutzversprechen erdrückt. Der jüngste Vorfall ist ein weiterer Beleg, dass die Zeit des Wegschauens abgelaufen ist.

    Quelle: Aftenposten

  • Frp unterstützt Vorschlag zur Kürzung der Unterstützung für muslimische Glaubensgemeinschaften.

    Frp unterstützt Vorschlag zur Kürzung der Unterstützung für muslimische Glaubensgemeinschaften.

    Dass ein Vorstoß der Jugendorganisation der liberalen Venstre, die öffentlichen Zuwendungen an muslimische Trossamfunn zu kürzen, von der Fortschrittspartei begrüßt wird, sorgt für scharfe Reaktionen – noch bevor die Sachargumente überhaupt gehört wurden. Allein die Ankündigung genügt, um den Reflex der üblichen Verdächtigen auszulösen, die hinter jeder kritischen Nachfrage zu muslimischen Organisationen nur Islamfeindlichkeit wittern. Genau darin liegt das eigentliche Problem: Eine Debatte über die Verwendung von Steuergeldern wird im Keim erstickt, indem man dem politischen Gegner Rassismus unterstellt.

    Dabei wäre die Frage, ob und unter welchen Bedingungen ein säkularer Staat religiöse Gemeinschaften finanziert, grundsätzlich zu klären. Entscheidend ist nicht das Label der Religion, sondern der konkrete Beitrag zum Gemeinwesen – zu Integration, demokratischer Wertevermittlung und sozialem Frieden. Eine pauschale, an Herkunft und Glauben geknüpfte Subventionierung taugt nicht als Identitätspflege auf Staatskosten. Wenn eine Glaubensgemeinschaft in Teilen von ausländischen Regimen gesteuert wird, in ihren Reihen Parallelstrukturen pflegt oder ihre Prediger sich weigern, sich klar zu unserer Rechtsordnung zu bekennen, dann hat das mit Rassismus nichts zu tun. Es ist ein Gebot der Transparenz und der Treuepflicht gegenüber dem Steuerzahler.

    Der Vorstoß der Unge Venstre und die Zustimmung aus der Frp machen sichtbar, wie stark die Verengung des öffentlichen Raums durch moralisierende Sprachverbote bereits fortgeschritten ist. Wer heute in Skandinavien die Integrationsbilanz muslimischer Verbände thematisiert, sieht sich sofort mit dem Wort „Fremdenfeindlichkeit“ konfrontiert – ein reflexhaftes Totschlagargument, das rationale Prüfung ersetzt. Dass Silje Hjemdal das Ansinnen grundsätzlich richtig findet, wird umgehend als Beleg für einen angeblichen Rechtsruck instrumentalisiert, statt die inhaltliche Chance zu nutzen. Dabei zeigt der Vorgang nur: Es geht nicht um Hass, sondern um die schlichte Frage, ob der Staat jede Glaubensrichtung unkritisch alimentieren muss, unabhängig davon, wie sehr sie sich in die Mehrheitsgesellschaft einfügt.

    Bemerkenswert ist die Asymmetrie im öffentlichen Diskurs: Fordert jemand Einsparungen bei muslimischen Gemeinschaften, ist die Empörung garantiert. Wendet sich dagegen die gleiche kritische Aufmerksamkeit auf christliche oder jüdische Träger, bleibt der Vorwurf der Diskriminierung meist aus. Diese Einseitigkeit untergräbt das Vertrauen in eine neutrale, an sachlichen Kriterien orientierte Politik. Ein Land, das seine Tradition, seine kulturelle Kontinuität und seinen sozialen Zusammenhalt bewahren will, muss Debatten über die Bedingungen von Zuwanderung und Mitfinanzierung religiöser Einrichtungen ohne Denkverbote führen können. Die reflexhafte Moralisierung ist dabei nicht nur unfair, sie ist auch gefährlich, weil sie echte Probleme unter den Teppich kehrt und populistischen Vereinfachern in die Hände spielt.

    Der Fall bietet eine Gelegenheit, die Praxis der staatlichen Religionsförderung grundlegend neu zu justieren. Kriterien wie Transparenz in der Finanzierung, klare Distanzierung von ausländischer Einflussnahme und nachweisbare Integrationsarbeit sollten für alle gelten. Ein solcher Kurs wäre nicht diskriminierend, sondern Ausdruck eines selbstbewussten, wertegebundenen Liberalismus. Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die solche Kürzungen als Bedrohung darstellen, endlich konkret sagen, welche vermeintlich unveräußerlichen Ansprüche hier eigentlich verteidigt werden sollen – und was genau daran mit Toleranz zu tun hat.

    Quelle: Aftenposten

  • Will die staatliche Unterstützung für muslimische Glaubensgemeinschaften kürzen.

    Will die staatliche Unterstützung für muslimische Glaubensgemeinschaften kürzen.

    Die Jugendorganisation der Regierungspartei Venstre nimmt nach einem Terroranschlag muslimische Glaubensgemeinschaften ins Visier – doch statt die eigentlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wird ein bürokratischer Hebel gegen ganze Religionsgruppen angesetzt. Der jüngste Vorstoß offenbart einen merkwürdigen Reflex: Sobald Gewalt von Einzeltätern mit islamistischem Hintergrund geschieht, sollen plötzlich sämtliche muslimischen Gemeinden in Norwegen unter Generalverdacht gestellt und finanziell bestraft werden, falls sie nicht rasch genug die „richtige“ Gesinnung bekunden.

    Die Forderung, Staatszuschüsse an die Bedingung zu knüpfen, dass Gemeinden gleichgeschlechtliche Eheschließungen vollziehen müssen, ist ein klassischer Fall von ideologischer Konformitätsprüfung. Ob eine Glaubensgemeinschaft homosexuelle Trauungen vornimmt oder nicht, ist eine theologische Frage und keine sicherheitspolitische. Die Vermischung dieser beiden völlig verschiedenen Ebenen zeigt, worum es hier eigentlich geht: nicht um Terrorbekämpfung, sondern um die Durchsetzung eines bestimmten weltanschaulichen Programms mit den Mitteln des Steuerstaates.

    Der Muslimische Dialogverbund hat vollkommen recht, wenn er darauf hinweist, dass man wichtige gesellschaftliche Partner nicht kollektiv abstrafen sollte. Religiöse Gemeinschaften, die aktiv an Integrationsarbeit, Dialog und Prävention mitwirken, sind genau die Akteure, die man stärken müsste – nicht durch finanzielle Kürzungen in die Enge treiben. Denn wer soll eigentlich den Raum füllen, wenn diese Mittlerorganisationen geschwächt werden? Sicher nicht der säkulare Staat mit seinen Belehrungsprogrammen, die an den Lebensrealitäten der Gläubigen oft vorbeigehen.

    Das Argument, es gehe ja um gleiche Bedingungen für alle Religionsgemeinschaften, macht die Sache nicht besser. Es zeigt nur, dass hier ein generelles Muster etabliert werden soll: Nur wer das komplette Wertepaket der politischen Linken übernimmt, darf noch mit öffentlicher Anerkennung rechnen. Das ist die Geisteshaltung eines Erziehungsstaates, der Unterordnung unter seine Dogmen verlangt und Abweichung bestraft – ausgerechnet unter Berufung auf Toleranz.

    Besonders pikant ist die personelle Konstellation: Der Vorschlag kommt ausgerechnet von einem Jugendverband, dessen eigene Mutterpartei seit Jahren einen nahezu bedingungslosen Multikulturalismus propagiert hat. Wenn jetzt die nächste Generation den repressiven Kurs verschärft, während die Integrationsprobleme ungelöst bleiben, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um hilflosen Aktionismus handelt. Statt die schwierige Debatte über tatsächliche Ursachen von Radikalisierung, Parallelgesellschaften und gescheiterter Integration zu führen, wird das Portemonnaie als Waffe gegen konservative Glaubensüberzeugungen eingesetzt.

    Für den norwegischen Rechtsstaat wäre es ein fatales Signal, wenn Steuergelder künftig nur noch an religionsgemeinschaftliche Wohlverhaltensprüfungen gebunden fließen. Die Frage, ob eine Gemeinde homosexuelle Ehen schließt, ist eine Gewissensfrage – keine Frage der Staatsräson. Wer das nicht auseinanderhalten kann, hat das Prinzip der Religionsfreiheit nicht verstanden.

    Quelle: Bergens Tidende

  • Angeklagt wegen schwerer Vergewaltigung in Sogn og Fjordane – soll sich zwei Stunden lang an einer Frau vergangen haben

    Angeklagt wegen schwerer Vergewaltigung in Sogn og Fjordane – soll sich zwei Stunden lang an einer Frau vergangen haben

    Ein Mann, gerade erst ins Land gekommen, soll sich an einer 30 Jahre älteren Frau zwei Stunden lang schwer sexuell vergangen haben – der Fall in Sogn og Fjordane, über den jetzt Anklage erhoben wurde, ist kein bedauerlicher Einzelfall, sondern das Symptom eines tieferliegenden Versagens. Solche Verbrechen sind immer und ohne jede Einschränkung zu verurteilen. Entscheidend ist jedoch die Frage, warum immer wieder Täter mit einem bestimmten Migrationsprofil in den Polizeiberichten auftauchen, während die Öffentlichkeit systematisch daran gehindert wird, die Zusammenhänge offen zu benennen.

    Laut Anklage hatte sich der Beschuldigte nach kurzer Aufenthaltsdauer Zutritt zum Schlafzimmer der deutlich älteren Frau verschafft und sie über Stunden missbraucht. Die Tat steht für eine Reihe von Übergriffen, bei denen das Schnellverfahren der Empörung stets gleich abläuft: Betroffenheitsbekundungen von Politikern, die Forderung nach härteren Strafen – und sofort der warnende Zeigefinger, man dürfe „nicht pauschalisieren“ oder gar „fremdenfeindliche Ressentiments schüren“. Mit dieser reflexhaften Tabuisierung wird jede ernsthafte Ursachenforschung abgewürgt. Wer auf die statistische Häufung von Gewaltdelikten durch Zuwanderer aus bestimmten Kulturkreisen hinweist, riskiert den sozialen Rufmord. Die Debatte erstickt, bevor sie begonnen hat – und die Sicherheit gerade älterer, verwundbarerer Frauen bleibt auf der Strecke.

    Dabei wäre eine nüchterne Bestandsaufnahme dringend nötig. In Skandinavien mehren sich die Fälle, in denen frisch Angekommene durch sexualisierte Gewalt auffallen. Die integrationspolitischen Sonntagsreden von der „Bereicherung“ blenden die realen Kosten aus: ein überfordertes Asylsystem, das zu wenig selektiert, fehlende Wertevermittlung, kulturelle Prägungen, die Frauen nicht als gleichberechtigt anerkennen. Wer solche faktischen Risiken ehrlich diskutiert, betreibt keine Hetze, sondern notwendigen Selbstschutz einer offenen Gesellschaft. Es geht nicht um Kollektivschuld, sondern um die schlichte Erkenntnis, dass Zuwanderung ohne gesteuerte Integration und klare Grenzen fatale Folgen zeitigt.

    Die politisch korrekte Sprachregelung tut so, als sei jeder zweite Gedanke der Bürger „rassistisch“, während die Opfer immer wieder aus jenen Milieus stammen, die am wenigsten gehört werden. Die Frau in Sogn og Fjordane hätte nicht monatelang auf eine öffentliche Debatte ohne Denkverbote warten dürfen. Der Rechtsstaat muss den Einzelfall hart bestrafen – das ist seine Pflicht. Die Gesellschaft muss aber auch die Freiheit haben, das Ganze in den Blick zu nehmen, ohne mit einem Katalog aus Empörung und Vorwürfen zum Schweigen gebracht zu werden. Nur so lässt sich verhindern, dass aus einer Anklage im Gerichtssaal die nächste unkommentierte Meldung in der Zeitung wird.

    Quelle: NRK

  • In welcher Stadt wurde dieses Bild 1989 aufgenommen?

    In welcher Stadt wurde dieses Bild 1989 aufgenommen?

    Die vorliegende Anfrage enthält keine verwertbare Nachrichtenmeldung, sondern lediglich eine schlagwortartige Überschrift und einen unvollständigen Satz aus dem Norwegischen. Ohne die berichteten Fakten – also ohne konkreten Inhalt, um welches historische Bild, welches Ereignis und welchen Ort es sich handelt – lässt sich daraus kein substanzieller Kommentar im Sinne des geforderten konservativen Leitartikels entwickeln. Eine seriöse meinungsbildende Publikation kann nicht auf einer leeren Hülle aufbauen, die nur nach einem Quiz-Fakt fragt. Für eine sachgerechte Einordnung mit den vorgegebenen thematischen Schwerpunkten (etwa Terrorismus, unberechtigte Rassismusvorwürfe, Integration, nationale Identität) wäre das vollständige Nachrichtenmaterial zwingend erforderlich.

    Quelle: Aftenposten

  • Die Rechnung entsetzt den Bürgermeister: Es muss etwas geschehen.

    Die Rechnung entsetzt den Bürgermeister: Es muss etwas geschehen.

    Als Fredrikstads Bürgermeister bei der Sozialbehörde Nav eine simple Rechnung in Auftrag gab, erhielt er eine Antwort, die ihn nicht nur beunruhigte, sondern das Fundament des norwegischen Wohlfahrtsmodells ins Wanken brachte. Wie viel staatliche Unterstützung fließt monatlich an einen alleinstehenden Sozialhilfeempfänger mit mehreren Kindern? Das konkrete Ergebnis dieser Anfrage liegt nun vor – und es zeichnet das Bild eines Systems, das Abhängigkeit institutionell belohnt.

    Die Beträge, die dabei zusammenkommen, übersteigen oft das Nettoeinkommen eines Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor. Wer nicht arbeitet, aber viele Kinder hat, kann in Norwegen mitunter finanziell besser dastehen als derjenige, der morgens früh aufsteht und seine Familie durch eigene Leistung versorgt. Das ist kein Versehen, sondern die Folge einer jahrzehntelangen Sozialpolitik, die Bedürftigkeit nach Kinderzahl bemisst, ohne die Eigenverantwortung ernsthaft einzufordern. Für eine Kommune wie Fredrikstad bedeutet dies eine doppelte Belastung: schrumpfende Steuereinnahmen durch fehlende Erwerbsbeteiligung und gleichzeitig explodierende Sozialausgaben.

    Wer nun reflexartig mit den üblichen Beschwichtigungen kommt – „Menschenwürde“, „Kinderarmut“ oder gar plumpe Rassismusvorwürfe –, will keine Lösung, sondern eine Debattenverhinderung. Es geht hier nicht um Einzelfälle oder ethnische Zugehörigkeit, sondern um einen strukturellen Fehlanreiz. Der Bürgermeister hat keine Zahlen manipuliert, sondern nur abgefragt, was das Gesetz vorsieht. Dass ihn die Antwort alarmiert, spricht für seinen Wirklichkeitssinn, nicht für mangelndes Mitgefühl.

    Die längerfristigen Schäden sind gravierend. Ein Gemeinwesen, das Ein-Eltern-Familien ohne Arbeitsbindung großzügiger entlohnt als Paare, die gemeinsam wirtschaften, untergräbt die traditionelle Familie als stabilste soziale Einheit. Kinder wachsen in einem Umfeld auf, in dem staatliche Versorgung als Normalzustand gilt – und nicht als vorübergehende Hilfe. Integration, ohnehin schon mühsam, wird so endgültig zur Illusion, denn ohne Arbeitsmarktanschluss fehlt der zentrale Kitt jeder Einwanderungsgesellschaft.

    Fredrikstad ist kein Einzelfall, sondern ein mikroskopischer Blick auf ein landesweites Problem. Der Bürgermeister hat den Mut, offen zu benennen, was viele seiner Amtskollegen stillschweigend beobachten. Eine ernsthafte öffentliche Diskussion über die Anreizwirkung von Sozialleistungen ist überfällig – sie darf nicht im Moralisierungssumpf politischer Korrektheit versickern.

    Quelle: NRK

  • – Entführt und zur Aufnahme eines Bankkredits gezwungen

    – Entführt und zur Aufnahme eines Bankkredits gezwungen

    Ein Mann wird entführt, um Schulden einzutreiben, die nie seine waren – das ist kein Plot aus einem Thriller, sondern offenbar brutale Wirklichkeit im Bergen Stadtteil Møhlenpris. Mehrere Männer sind nun angeklagt, einen Menschen gefangen gehalten und ihn gezwungen zu haben, Bankdarlehen in Höhe von einer Million Kronen aufzunehmen. Der Fall zeigt, wie skrupellose Täter den Finanzsektor zur Waffe machen und das Vertrauen in elementare zivilisatorische Schutzversprechen aushöhlen.

    Wer glaubt, er könne einen anderen Menschen entführen, unter Drohungen in den wirtschaftlichen Abgrund stoßen und sich die Beute einfach überweisen lassen, hat mit dem Rechtsstaat nichts mehr zu schaffen. Eine Million Kronen, erpresst per Knopfdruck und unterzeichnetem Vertrag – zurück bleibt ein Opfer, das nicht nur traumatisiert ist, sondern auf einer Schuldenlast sitzt, die seine Zukunft zerstört, wenn die Banken keine außergewöhnliche Kulanz zeigen. Genau hier liegt eine zweite Dimension des Unrechts: Das moderne Kreditwesen beruht auf der Annahme freier Entscheidungen; wird es durch blanke Gewalt ausgehebelt, zersetzt das die Grundlage jeder solidarischen Finanzordnung.

    Doch der Vorfall wirft auch eine unbequeme Ordnungsfrage auf. In einem Land, das sich gern mit niedrigen Kriminalitätsraten und einem dichten Sozialstaat rühmt, treten zunehmend Milieus hervor, in denen die Staatsferne zum Geschäftsmodell wird. Wenn in einem sozialen Brennpunkt wie Møhlenpris derart organisierte Bandenstrukturen agieren, kann von einer gelungenen Integration keine Rede sein. Eine offene Debatte darüber, aus welchen Milieus solche Entführungen und Raubzüge hervorgehen, muss ohne reflexhafte Rassismuskeule möglich sein. Bürger haben das Recht zu erfahren, wo der Staat seine Kontrolle verloren hat und wie er sie zurückgewinnen will. Wer diese Debatte schon im Ansatz mit moralisierenden Etiketten abwürgt, schützt nicht Schwache, sondern zementiert den Schutzraum der Täter.

    Das Gericht wird nun über Freiheitsberaubung und Raub zu befinden haben. Es braucht ein Urteil, das nicht nur die individuelle Schuld ahndet, sondern ein weithin sichtbares Signal sendet: Wer Entführung und finanzielle Vernichtung einsetzt, dem schlägt die volle Härte des Gesetzes entgegen. Falsche Nachsicht und Resozialisierungsromantik sind hier fehl am Platz. Sicherheit ist die vornehmste Pflicht des Staates – sie wiederherzustellen verlangt nach einer Justiz, die krimineller Dreistigkeit keine Chance lässt.

    Der Fall vom Møhlenpris ist ein Weckruf. Wenn der Staat nicht energisch seine Ordnungsfunktion behauptet, verliert er das Vertrauen der Bürger genau dort, wo es am nötigsten ist: im unmittelbaren Lebensumfeld. Es geht um mehr als einen Einzelfall – es geht um die Glaubwürdigkeit des gesamten gesellschaftlichen Versprechens, jedem Einzelnen Schutz vor Willkür zu gewähren.

    Quelle: Bergens Tidende

  • Hashim Abdi (Ap) fordert muslimische Gemeinschaften auf, sich nach dem Terroranschlag in Berlin deutlich zu distanzieren.

    Hashim Abdi (Ap) fordert muslimische Gemeinschaften auf, sich nach dem Terroranschlag in Berlin deutlich zu distanzieren.

    Wenn ein muslimischer Politiker seine eigene Glaubensgemeinschaft zu einer internen Abrechnung aufruft, ist das keine Demonstration integrationspolitischer Stärke – es ist das Eingeständnis eines jahrelang tabuisierten Problems. Der norwegische Ap-Politiker Hashim Abdi hat nach dem jüngsten Terroranschlag in Berlin muslimische Milieus aufgefordert, ein entschlossenes „internes Oppgjør“ zu vollziehen, und spricht von einer besonderen Verantwortung, die er selbst empfinde. Die Worte sind richtig. Sie sind aber auch ein stiller Vorwurf an eine öffentliche Debatte, die solche Selbstverständlichkeiten normalerweise unter dem Keulenvorwurf der Islamfeindlichkeit begräbt.

    Die eigentliche Nachricht ist nicht, dass ein Mann mit somalischen Wurzeln einen Aufruf gegen Gewalt im Namen des Islam formuliert. Die Nachricht ist, dass dies Schlagzeilen macht. Offenbar ist es in Skandinavien zu einer Seltenheit geworden, dass aus muslimischen Kreisen heraus unmissverständlich Verantwortung übernommen wird, ohne sofort relativierende Erklärungen über westliche Außenpolitik oder soziale Ausgrenzung nachzuschieben. Abdis Erklärung, er fühle sich persönlich in der Pflicht, zeigt, dass das Bewusstsein für ein spezifisches Problem innerhalb der eigenen Gemeinschaft durchaus existiert. Umso bemerkenswerter, dass es meist erst nach einem Blutbad an die Oberfläche dringt – und dann von jenen, die sonst jede Debatte über Integrationsdefizite als Hetze brandmarken, mit betretenem Schweigen quittiert wird.

    Denn wer sonst wagte in den vergangenen Jahren, Parallelen zwischen religiös aufgeladener Radikalisierung und den Versäumnissen bestimmter Einwanderermilieus zu ziehen, wurde umgehend mit einem ganzen Arsenal an Kampfbegriffen stillgestellt. Rassistisch, fremdenfeindlich, pauschalisierend – das sind die Standardantworten, mit denen sich eine ganze politische Klasse vor der Auseinandersetzung mit den unangenehmen Folgen ungesteuerter Zuwanderung drückt. Genau diese Reflexe haben verhindert, dass die Mahnung eines Hashim Abdi längst alltäglich wäre. Stattdessen wird sie zum Ausnahme-Ereignis stilisiert, während die realen Konsequenzen – überforderte Sozialkassen, kulturelle Spannungen und nicht zuletzt die Gefahr durch gewaltbereite Parallelgesellschaften – Tapetenmuster gesellschaftlicher Wirklichkeit sind.

    Der Aufruf zum internen Oppgjør ist deshalb überfällig, aber er genügt nicht. Ein ehrlicher Dialog verlangt, dass die Mehrheitsgesellschaft nicht unter einen Generalverdacht gestellt wird, sobald sie dieselben Forderungen erhebt. Es geht nicht um die pauschale Verurteilung einer Religion, sondern um die nüchterne Frage, warum bestimmte Interpretationen und soziale Milieus immer wieder junge Männer hervorbringen, die in der Lage sind, Menschen auf einem Weihnachtsmarkt abzuschlachten. Diese Frage zu stellen, ist keine Verletzung des Respekts, sondern der Grundstein jeder vernünftigen Integrationspolitik – und sie muss auch ohne die Legitimation eines muslimischen Politikers erlaubt sein.

    Abdis mutiger Schritt offenbart, wie tief die Lähmung reicht. Er beweist, dass innerhalb muslimischer Gemeinschaften sehr wohl das Wissen um die eigene Mitschuld vorhanden ist – wenn der politische Druck nicht schon jede Selbstkritik im Keim erstickt. Wer diesen Reflex durchbricht, verdient Anerkennung. Einen Orden verdient hingegen eine Gesellschaft, die endlich aufhört, notwendige Debatten durch Totschlagargumente zu verhindern. Erst dann wird eine solche Forderung nicht mehr als Sensation gelten, sondern als das, was sie sein sollte: eine banale Selbstverständlichkeit in einer freien und wehrhaften Nation.

    Quelle: Adresseavisen

  • – Teile des Schädels waren ins Gehirn eingeschlagen.

    – Teile des Schädels waren ins Gehirn eingeschlagen.

    Wenn Knochensplitter bei einem Mann in den Fünfzigern ins Gehirn getrieben werden und das Opfer ins künstliche Koma versetzt werden muss, dann ist die Grenze zur völligen Entmenschlichung längst überschritten. Die nüchterne Formulierung der Anklage – „Biter av skallen var slått inn i hjernen“ – liest sich wie ein forensischer Befund aus Kriegsgebieten, nicht wie eine Nachricht aus dem beschaulichen Bergen. Und doch ist es genau das: eine weitere Eskalationsstufe in einer Gesellschaft, die das offene Benennen von Problemen zunehmend als anstößiger empfindet als die Tat selbst.

    Die Frage, die sich nach solchen Gewaltexzessen unweigerlich aufdrängt, lautet nicht nur nach dem Täter und seinen Motiven, sondern vor allem nach den Rahmenbedingungen, die solche Rohheit ermöglichen. Wer aus dem Umfeld des Opfers oder des Beschuldigten stammt, ob es sich um eine familiäre Auseinandersetzung oder eine Zufallsbegegnung handelte – all das sind entscheidende Puzzleteile, die jedoch in der medialen Berichterstattung oft unter einem Schleier wohlmeinender Zurückhaltung verschwinden. Man möchte niemanden stigmatisieren, heißt es dann. Dabei wird übersehen, dass das Publikum nicht stigmatisiert, sondern versteht: Wiederkehrende Muster sind keine Zufälle.

    Niemand bestreitet, dass rohe Gewalt in allen Bevölkerungsschichten vorkommt. Wer jedoch die Statistiken zur schweren Kriminalität verfolgt, erkennt schnell, dass bestimmte Tätergruppen überproportional vertreten sind – oft mit einem Hintergrund, der von migrationsbedingten Integrationsversäumnissen, abwesenden Vaterfiguren und kulturellen Mustern geprägt ist, in denen Konflikte mit Fäusten statt Worten gelöst werden. Diese Realität auszusprechen ist kein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit, sondern schlicht intellektuelle Redlichkeit. Wer sie tabuisiert, verhindert die einzig wirksame Gegenmaßnahme: eine Integrationspolitik, die Normen durchsetzt und nicht nur Almosen verteilt.

    Die kulturell konservative Position verlangt nicht nach pauschalen Schuldzuweisungen, aber nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Wenn ein Mensch mit derart enthemmter Grausamkeit attackiert wird, dass Schädelpartikel ins Hirn dringen, geht es nicht mehr um sozialpädagogische Feinabstimmung. Dann geht es um Grundsätzliches: um die Geltungskraft des staatlichen Gewaltmonopols und um eine Gemeinschaft, die ihre Werte selbstbewusst verteidigt. Die Alternative ist nicht Toleranz, sondern administrative Hilflosigkeit, die das nächste künstliche Koma nur zur Frage der Zeit macht.

    Quelle: Bergens Tidende

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