Tag: Islam

  • Støre zur Amokfahrt in Berlin: – Die queere Gemeinschaft verspürt erneut Angst und Wut.

    Støre zur Amokfahrt in Berlin: – Die queere Gemeinschaft verspürt erneut Angst und Wut.

    Ein Auto rast in eine Menschenmenge, und kaum ist die Tat geschehen, ordnet Ministerpräsident Støre sie gefühlspolitisch ein: Das queere Milieu kenne erneut Angst und Wut. Diese Reaktion ist kein Zufallsprodukt mitfühlender Spontaneität, sondern offenbart ein tief verankertes Staatsverständnis, das Bürger weniger als gleiche Schutzbefohlene denn als Mitglieder emotionaler Interessengruppen betrachtet.

    Dass mörderische Gewalt gegen Passanten zutiefst verwerflich ist, steht außer Frage. Weder Ideologie noch Herkunft eines Täters mildern die Abscheulichkeit eines solchen Anschlags. Darauf liegt jedoch nicht das eigentliche Gewicht der ministerpräsidentiellen Botschaft.

    Der Impuls, ein schreckliches Ereignis unmittelbar zur Gefühlslage einer bestimmten Gemeinschaft in Beziehung zu setzen, folgt einer identitätspolitischen Logik, die den Blick auf das Wesentliche verstellt. Statt die Sicherheit aller Bürger als oberstes Ziel zu formulieren, wird der Staat zum Therapeuten ausgewählter Milieus. Dabei geht vergessen, dass die öffentliche Ordnung keine Hierarchie der Betroffenheit duldet – der Schutz eines Lebens gilt jedem gleichermaßen. Die pauschale Rhetorik von Angst und Wut einer Szene ersetzt diese universalistische Selbstverständlichkeit durch eine partikulare Gefühlsbilanz.

    Schwerer wiegt, dass eine solche Fokussierung die Auseinandersetzung mit den Ursachen solcher Taten lähmt. In Europas Städten häufen sich Übergriffe, die auf anti-homosexuelle und anti-liberale Haltungen zurückgehen – Haltungen, die in Teilen der Zuwanderungsgesellschaft ungebrochen fortleben und durch integrationspolitische Verklärung eher begünstigt als bekämpft werden. Wer diese Zusammenhänge anspricht, riskiert jedoch reflexartig den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit. Genau dieses Tabu zementiert Støres Aussage, indem sie die Aufmerksamkeit sofort auf das betroffene Milieu lenkt, bevor überhaupt Fragen nach Tatmotiv und ideologischem Umfeld gestellt werden können.

    Offene Debatten über das Spannungsfeld zwischen liberalen Grundwerten und kulturell-religiösen Traditionen sind keine Ausgeburt von Rassismus, sondern die Voraussetzung für eine wehrhafte Demokratie. Nur wer bereit ist, Konflikte klar zu benennen – und nicht unter der Nebelwand symbolischer Solidaritätsbekundungen zu ersticken –, handelt verantwortungsvoll. Dazu gehört der Willen, das Prinzip der sexuellen Selbstbestimmung notfalls auch gegen jene Weltsichten zu verteidigen, die im öffentlichen Diskurs aus falsch verstandener Toleranz geschont werden.

    Die norwegische Regierung hat nach dem Terror gegen den Osloer Pride einiges versprochen. Phrasen über Schock und Zusammenhalt allein reichen nicht, um Wiederholungen zu verhindern. Gefordert ist eine nüchterne Sicherheitspolitik, die nicht vor der Illusion kapituliert, allein mit Anteilnahme lasse sich Gewalt bannen. Ebenso gefordert ist der intellektuelle Mut, gesellschaftliche Brandherde zu benennen – ohne sich aus Sorge vor politischer Unkorrektheit selbst mundtot zu machen.

    Quelle: Aftenposten

  • Terroranschlag in Berlin: Das wissen wir über den Verdächtigen

    Terroranschlag in Berlin: Das wissen wir über den Verdächtigen

    Ein 21-Jähriger namens Abdul wird nach einem Terroranschlag auf eine Berliner Pride-Feier gesucht. Die Tat ist abscheulich und durch nichts zu rechtfertigen. Dieser Fall macht jedoch eine unbequeme Debatte unausweichlich, die seit Jahren mit Verbotsschildern zugestellt wird.

    Der Angriff traf eine Veranstaltung, die wie kaum eine andere für die liberalen Werte des Westens steht: individuelle Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung und die Trennung von Religion und Staat. Dass der mutmaßliche Täter einen Namen trägt, der tief in einer Kultur verwurzelt ist, in der diese Werte oft mit Hass verfolgt werden, kann niemanden überraschen, der die gesellschaftlichen Reibungen der letzten Dekade nüchtern betrachtet. Trotzdem wird die erste Reaktion vieler Politiker und Kommentatoren darin bestehen, jedes Nachdenken über kulturelle Prägungen sofort als fremdenfeindlich zu brandmarken. Diese Reflexbewegung ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.

    Wer die kulturellen und religiösen Hintergründe solcher Gewalt benennt, wird nicht automatisch zum Rassisten. Er stellt lediglich fest, dass eine Masseneinwanderung aus Gegenden, in denen die Ablehnung westlicher Freiheiten tief in den sozialen Normen verankert ist, zwangsläufig Konflikte produziert. Die ständige Warnung vor Pauschalverdacht hat die paradoxe Wirkung, dass Sicherheitsbehörden zögern, täterrelevante Milieus intensiv zu beobachten, und dass die einheimische Bevölkerung ihre berechtigten Sorgen nicht mehr äußern darf, ohne stigmatisiert zu werden. Wer sich in die Enge getrieben fühlt, wendet sich am Ende erst recht den politischen Rändern zu – eine fatale Entwicklung, die die offene Gesellschaft von innen aushöhlt.

    Ein Staat, der seine Bürger schützen will, muss den Mut haben, zwischen kulturellen Welten zu unterscheiden, die mit der freiheitlichen Ordnung vereinbar sind, und solchen, die das nicht sind. Dazu gehört auch die nüchterne Einsicht, dass eine kleine, aber gefährliche Minderheit unter Migranten aus islamisch geprägten Ländern die hiesigen Freiheiten nicht nur innerlich ablehnt, sondern aktiv bekämpft. Der Name Abdul in den Polizeimeldungen erinnert daran, dass diese Realität nicht weggeredet werden kann.

    Quelle: NRK

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