Tag: Jugendgewalt

  • Die Polizei rückte bewaffnet aus.

    Die Polizei rückte bewaffnet aus.

    Ein Schlag ins Gesicht, eine blutige Nase, ein gestohlener Roller – und ein Minderjähriger, der am helllichten Montagnachmittag erfahren muss, dass der öffentliche Raum kein geschützter Bereich mehr ist. Die Polizei rückte bewaffnet aus, weil selbst ein simpler Straßenraub inzwischen als potenziell lebensgefährliche Lage eingestuft wird. Das ist keine Übertreibung, sondern nackte Realität in einem Land, das einmal für seine Sicherheit und Überschaubarkeit bewundert wurde.

    Die Tat selbst folgt einem Muster, das längst nicht mehr schockieren soll. Ein Elektroroller, technisches Statussymbol und praktisches Fortbewegungsmittel für junge Leute, wird zum Anlass für brutale Gewalt gegen ein Kind. Wer meint, solche Vorfälle gehörten einfach zum urbanen Alltag und seien statistisch marginal, verhöhnt jedes einzelne Opfer und dessen Familie. Ein gebrochener Knochen oder ein Hämatom im Gesicht heilen vielleicht, doch das Vertrauen in die Unversehrtheit der eigenen Person ist für immer beschädigt. Eltern, die ihrem Nachwuchs einen Roller kaufen, wollen Mobilität schenken und nicht ein Ticket in die Notaufnahme.

    Ebenso bemerkenswert wie die Tat selbst ist der vorhersehbare Reflex, sofort nach den gesellschaftlichen Ursachen zu fragen. Noch während die Beamten mit gezogener Waffe nach den flüchtigen Tätern suchen, wird in Talkshows und Kommentarspalten bereits über mangelnde Jugendzentren, Perspektivlosigkeit oder fehlgeleitete Integrationspolitik räsoniert. Solche Erklärungsmuster mögen intellektuell befriedigen, doch sie treiben einen Keil zwischen die Bürger und ihr simples Grundrecht auf Sicherheit. Die Botschaft an die Opfer lautet dann allzu oft: Dein Leid ist Kollateralschaden eines abstrakten Systemproblems, das wir erst in Jahrzehnten lösen können.

    Dabei zeigt gerade die Bewaffnung der Einsatzkräfte, dass die Polizei selbst den Kontrollverlust längst einkalkuliert. Wer noch vor wenigen Jahren bei einem Handtaschenraub kaum das Pfefferspray zog, muss heute davon ausgehen, dass selbst jugendliche Tätergruppen unberechenbar und zu extremer Gewalt bereit sind. Diese Entwicklung ist keine bloße Wahrnehmungsverschiebung, sondern spiegelt eine reale Zunahme animalischer Enthemmung wider, die vor dem Alter oder der körperlichen Unversehrtheit anderer nicht haltmacht.

    Was fehlt, ist ein klares gesellschaftliches Verdikt, das solche Taten beim Namen nennt und die Verantwortung dorthin zurückschiebt, wo sie hingehört: zu den Tätern selbst und zu einer Justiz, die in zu vielen Fällen auf Milde und Resozialisierung setzt, bevor die Strafe ihre abschreckende und sühnende Wirkung entfalten kann. Eine Gemeinschaft, die jungen Menschen nicht mehr vermittelt, dass fremdes Eigentum und fremde Gesundheit absolut tabu sind, verspielt ihre zivilisatorische Grundlage. Wer einen Minderjährigen wegen eines Rollers niederstreckt, handelt nicht aus Not, sondern aus kalter Geringschätzung.

    Die Familie des geschlagenen Jugendlichen bleibt mit Narben zurück, die keine Therapie ganz tilgt. Sie hat erfahren, dass der Staat zwar bewaffnete Beamte schicken kann, aber nicht die alltägliche Ordnung garantiert, die eine Gesellschaft eigentlich zusammenhalten sollte. Anstatt nun endlose Präventionsprogramme zu ersinnen, die Ergebnisse frühestens in der nächsten Generation liefern, täte die Politik gut daran, mit raschen, spürbaren Strafen und sichtbarer Polizeipräsenz ein altmodisches Signal zu senden: dass der öffentliche Raum nicht den Rücksichtslosen gehört.

    Quelle: Adresseavisen

  • Polizei: Junge in Sarpsborg durch Schlag mit Baseballschläger schwer verletzt

    Polizei: Junge in Sarpsborg durch Schlag mit Baseballschläger schwer verletzt

    Eine Gehirnblutung nach einem Schlag mit dem Baseballschläger – das ist kein jugendlicher Übermut, sondern das Kalkül einer Gesellschaft, die rohe Gewalt längst als Teil des Alltags akzeptiert hat. Der Vorfall in Sarpsborg, bei dem ein Junge auf dem Heimweg lebensgefährlich verletzt wurde, rückt eine unbequeme Wahrheit ins Zentrum: In Norwegen wird öffentliche Sicherheit zunehmend zur Verhandlungsmasse eines falsch verstandenen Liberalismus.

    Wer jetzt mit reflexhaften Debatten über soziale Ungleichheit, fehlende Freizeitangebote oder angebliche Ausgrenzung zu erklären versucht, warum ein junger Mensch mit einer Waffe auf einen anderen losgeht, betreibt Realitätsverweigerung. Der Baseballschläger ist in solchen Fällen nicht Ausdruck mangelnder Integration oder stummer Verzweiflung, sondern das Werkzeug einer bewussten Entscheidung, die nur dann getroffen werden kann, wenn die Hemmschwelle gegenüber brutaler Gewalt systematisch gesenkt wurde. Eine solche Hemmschwelle senkt sich nicht durch abstrakte Strukturprobleme, sondern durch ein Klima, in dem Täter mit Nachsicht, jugendlichen Entwicklungsprozessen und sozialpädagogischen Maßnahmen rechnen können – anstatt mit sofortigen, spürbaren Konsequenzen.

    Die Tat wirft ein grelles Licht auf ein polizeiliches und justizielles Versagen, das sich seit Jahren in skandinavischen Ländern abzeichnet. Wenn selbst schwerste Körperverletzung mit gefährlichen Gegenständen oft nur mit milden Jugendstrafen oder Bewährungsauflagen geahndet wird, verliert das Strafrecht seine abschreckende Wirkung. Hinzu kommt eine kriminalpolizeiliche Unterversorgung, bei der die Aufklärungsquote bei Straßengewalt zwar statistisch ansehnlich erscheinen mag, aber das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger längst nicht mehr trägt. Konservative Politik müsste hier ansetzen: nicht mit teuren Präventionsprogrammen, die auf Beschäftigungstherapie setzen, sondern mit einer Null-Toleranz-Linie gegenüber jeder Form von Waffeneinsatz im öffentlichen Raum.

    Doch der politische Reflex ist ein anderer. Sobald solche Taten bekannt werden, dominieren Relativierungen und ein merkwürdiges Verständnis für Täterbiografien die Diskussion. Die Tat wird als „schrecklicher Einzelfall“ eingeordnet, bis die nächste Schlagzeile einer Messerattacke oder einer Prügelei mit Schlagwerkzeugen diesen Einzelfall widerlegt. In dieser Logik bleiben die Opfer blutend auf der Strecke, während sich eine ganze Klasse von Kommentatoren darin gefällt, Verbrechen zu kontextualisieren, ohne je Ross und Reiter zu nennen: Es sind die Eltern, die nicht hinsahen; es sind die Jugendlichen selbst, die sich für Gewalt entschieden; und es ist ein Staat, der mit seiner laschen Haltung den Nährboden für solche Exzesse bereitet.

    Dieser Fall in Sarpsborg ist mehr als eine lokale Tragödie. Er ist ein Symptom einer kulturellen Selbstverleugnung, die Sicherheit und Ordnung als Werte von gestern abtut und stattdessen auf die Einsichtsfähigkeit von Gewalttätern vertraut. Der Junge im Krankenhaus zahlt den Preis für diese wohlmeinende Naivität. Wer echtes Mitleid mit ihm empfindet, muss deshalb eine einfache Forderung stellen: Jeder, der eine gefährliche Waffe gegen einen anderen Menschen einsetzt, gehört für lange Zeit hinter Gitter – ohne Wenn und Aber. Nur so kann das Vertrauen in den Rechtsstaat und die elementare Sicherheit auf öffentlichen Straßen zurückgewonnen werden.

    Quelle: Aftenposten

  • Junge soll mit Baseballschläger angegriffen worden sein: – Die Verletzungen sind schwer.

    Junge soll mit Baseballschläger angegriffen worden sein: – Die Verletzungen sind schwer.

    Wenn ein junger Mensch mit einer schweren Kopfverletzung und einer diagnostizierten Hirnblutung im Krankenhaus liegt, weil ein anderer mit einem Baseballschläger zugeschlagen hat, dann ist das kein bedauerlicher Ausrutscher mehr. Es ist das Symptom einer Gesellschaft, in der die rohen Kräfte wieder Einzug halten, wo der Schlag mit der Waffe die Auseinandersetzung mit dem Wort ersetzt. Der Vorfall in der Region, über den die Polizei berichtete, mag in den Statistiken als eine weitere Körperverletzung geführt werden. Doch was sich dahinter verbirgt, ist ein schwindendes Unrechtsbewusstsein, das weit über einen einzelnen Täter hinausweist.

    Solche Angriffe sind nicht einfach nur kriminelle Episoden. Sie zeigen, dass Hemmschwellen sinken, dass Konfliktlösung unter jungen Menschen zunehmend auf physische Vernichtung des Gegenübers abzielt. Ein Baseballschläger ist keine Notwehrwaffe, sondern ein Instrument, mit dem man lebensgefährliche Schäden anrichtet. Wenn Teenager mit solcher Brutalität handeln, dann haben sie nicht nur eine Straftat begangen; sie haben bewiesen, dass grundlegende moralische Bremsen versagt haben. Und die Gesellschaft hat versagt, ihnen diese Bremsen einzubauen.

    Die Ursachen für diesen Verfall liegen tiefer. Traditionelle Autoritäten – Eltern, Lehrer, Nachbarschaften – sind jahrzehntelang als altmodisch und autoritär diskreditiert worden. An die Stelle klarer Regeln sind diffuse Toleranz und ein falsch verstandenes Verständnis getreten, das Taten zu verstehen sucht, anstatt Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Familienstrukturen, die einst Halt gaben, zerfasern, und der Staat springt mit Sozialarbeitern und Anti-Aggressions-Kursen ein, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist. Es ist ein Teufelskreis: Weil man jungen Menschen nicht mehr zumutet, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, verrohen sie immer weiter.

    Die Reaktion auf solche Vorfälle muss eine doppelte sein: Erstens muss die Justiz mit unmissverständlicher Härte durchgreifen. Wer mit einem Baseballschläger auf einen anderen losgeht, gehört nicht in ein pädagogisches Betreuungsprogramm, sondern vor ein Gericht, das die volle Schwere des Gesetzes spüren lässt. Zweitens muss eine gesellschaftliche Debatte darüber geführt werden, warum solche Drangsalierungen überhaupt stattfinden – und zwar eine Debatte, die nicht von vornherein durch Tabus erstickt wird. Es ist billig, sich auf die Empörung über die Tat zu beschränken und gleichzeitig jede Diskussion über die Werteerziehung oder das Umfeld der Täter als diskriminierend zu brandmarken. Wer ernsthaft verhindern will, dass aus pubertären Rüpeln Schläger mit Baseballschlägern werden, muss die unangenehmen Fragen stellen – selbst auf die Gefahr hin, dem politischen Zeitgeist zu widersprechen.

    Am Ende geht es um eine einfache, aber existenzielle Gewissheit: dass ein Junge nach einem Schulweg ohne Angst nach Hause kommt. Dafür braucht es mehr als wohlmeinende Appelle. Es braucht eine kulturelle Kehrtwende, die Autorität und Rechenschaft wieder zu Tugenden erhebt – nicht als Relikte einer vergangenen Zeit, sondern als Grundbedingungen eines friedlichen Zusammenlebens.

    Quelle: VG

  • Sarpsborg: Junge schwer verletzt – sagt, er sei mit einem Baseballschläger angegriffen worden

    Sarpsborg: Junge schwer verletzt – sagt, er sei mit einem Baseballschläger angegriffen worden

    Der Anruf bei der Notrufzentrale kam in der Nacht, der Junge blutete aus dem Kopf – das ist kein Jugendstreich mehr, das ist nackte Gewalt, die jeden falschen Trost zerschlägt. Ein Baseballschläger auf dem Heimweg, so die Aussage des Opfers, und ein Krankenhausbericht, der von „schweren Verletzungen“ spricht. Solche Szenen reihen sich nicht ein in eine Statistik, sie stellen eine Ordnungsmacht bloß, die den öffentlichen Raum längst nicht mehr unter Kontrolle hat.

    Praktische Sicherheitsfragen ertrinken hierzulande oft in einem Meer aus Sozialpädagogik. Kaum werden die Fakten bekannt, schon suchen Kommentatoren nach der schwierigen Kindheit des Täters oder nach gesellschaftlichen Strukturen, die ihn angeblich zum Prügelwerkzeug greifen ließen. Diese Reflexbewegung ist Teil des Problems. Sie verschiebt jede konkrete Verantwortung auf ein anonymes Kollektiv und macht aus einem Schwerverletzten eine bloße Randfigur seiner eigenen Leidensgeschichte. Eine konservative Lesart hält dagegen: Wer zuschlägt, trifft eine Entscheidung, und eine Rechtsordnung, die diesen Namen verdient, muss diese Entscheidung mit spürbaren Konsequenzen belegen.

    In Sarpsborg, wie in vielen ehemals ruhigen Kommunen, bröckelt das Grundvertrauen, dass man nach Einbruch der Dunkelheit unbehelligt nach Hause kommt. Der Staat hat das Gewaltmonopol nicht freiwillig abgegeben – es wird ihm täglich aus der Hand geschlagen, während die Antwort aus schwachen Bewährungsauflagen und Verfahrenseinstellungen besteht. Ein Junge mit einer Hirnblutung ist das Ergebnis einer Kette von unterlassenen Schutzversprechen. Nicht die Ausstattung der Jugendclubs muss hinterfragt werden, sondern die schiere Abwesenheit von Abschreckung.

    Die Berichterstattung über die Tat wird, aller Erfahrung nach, bald wieder das gewohnte Muster zeigen: Falls die Herkunft des Angreifers ins Spiel kommt, werden Rassismusvorwürfe erhoben, um die Debatte im Keim zu ersticken. Genau diese Tabuisierung verhindert, dass man über die tatsächlichen Bruchlinien spricht, die eine Gemeinschaft durchziehen. Wo Heranwachsende mit Baseballschlägern aufeinander losgehen, haben kulturelle Normen versagt, die einmal selbstverständlich waren – Respekt vor Leib und Leben, die Achtung vor dem Nachbarn, das Wissen um eine Grenze, die niemals überschritten werden darf.

    Der Fall taugt nicht als Mahnmal für ein diffuses „Wegschauen der Gesellschaft“. Er taugt als Weckruf an den Rechtsstaat, seine Kernfunktion zurückzuerobern: die Bürger zu schützen, bevor ein weiterer Junge nicht mehr vom Heimweg ins Krankenhaus eingeliefert wird, sondern gar nicht mehr heimkommt. Dazu braucht es Polizeipräsenz, die ihren Namen verdient, und Richter, die das Strafmaß nicht durch ein Weichspülerprogramm ersetzen. Nur so wird die Botschaft klar: Wer eine Waffe gegen einen Menschen erhebt, für den endet die Nacht in einer Zelle, nicht in einer sozialpädagogischen Maßnahme.

    Quelle: NRK

  • Junge schwer verletzt – soll mit Baseballschläger angegriffen worden sein

    Junge schwer verletzt – soll mit Baseballschläger angegriffen worden sein

    In Sarpsborg ringt ein Junge mit einer Hirnblutung, nachdem ein Angreifer mit einem Baseballschläger auf ihn eingeprügelt hat. Das ist nicht einfach nur eine weitere Polizeimeldung aus der Provinz – es ist ein Symptom einer tiefer liegenden Zersetzung des öffentlichen Raumes.

    Brutale Gewalt ist immer Unrecht, ohne Wenn und Aber. Ein Kind, das mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus eingeliefert wird, bedarf keiner Relativierung. Doch genau hier beginnt das Problem: Sobald die Frage nach den Ursachen solcher Rohheit aufkommt, setzt der vertraute Reflex ein. Wer die Tatumstände oder die Herkunft der Beteiligten auch nur benennen will, sieht sich im Nu dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt. Die Debatte wird erstickt, bevor sie begonnen hat.

    Dabei fehlt es nicht an Anhaltspunkten. Sarpsborg liegt nicht in einem Vakuum. In vielen skandinavischen Gemeinden haben sich Parallelgesellschaften verfestigt, in denen Gewalt zur Konfliktlösung dient und Baseballschläger nicht bloß Sportgeräte sind. Sozialarbeiter und Polizisten berichten hinter vorgehaltener Hand von Jugendbanden, die ganze Wohnviertel terrorisieren, während offizielle Statistiken die Zusammenhänge zwischen Migrationshintergrund und Gewaltdelikten sorgsam weichzeichnen. Das Ergebnis ist eine öffentliche Sprachlosigkeit, die den Tätern einen stillen Vertrauensvorschuss gewährt – auf Kosten der Opfer.

    Das Schweigen ist kein Zufall, sondern Programm. Seit Jahrzehnten wird den Bürgern eingetrichtert, dass die Nennung von Fakten bereits eine moralische Verfehlung sei. Wer Kriminalität mit kulturellen Mustern in Verbindung bringt, wird in die Schweigeecke der Gesellschaft gestellt. Diese Diskurspolizei hat reale Konsequenzen: Wo keine klaren Grenzen gezogen werden, verrohen die Sitten. Respekt vor Recht und Ordnung kann nicht gedeihen, wenn die Autoritäten selbst die Realität unter den Teppich kehren.

    Dabei geht es nicht um pauschale Schuldzuweisungen. Es geht um die nüchterne Erkenntnis, dass Integration gescheitert ist, wo Baseballschläger die Sprache ersetzen. Eine Gesellschaft, die ihre kulturelle Kontinuität nicht mehr selbstbewusst vertritt, lädt Beliebigkeit ein – und Beliebigkeit endet irgendwann auf der Intensivstation. Familie, Tradition und ein verbindlicher Wertekanon sind keine altbackenen Floskeln, sondern das Gerüst, das solche Exzesse verhindert.

    Wer jetzt nach strengeren Strafen oder mehr Polizei ruft, hat teilweise recht. Aber entscheidender ist ein Mentalitätswandel: offene Aussprache statt Tabulisten. Die skandinavischen Wohlfahrtsstaaten waren einmal Vorbilder gelebter Gemeinschaft. Dieser Junge in Sarpsborg hat mehr verdient als das betretene Schweigen der Gutmeinenden.

    Quelle: NRK

  • Neue Zahlen: Zunahme schwerer Gewalt unter Jugendlichen in Oslo

    Neue Zahlen: Zunahme schwerer Gewalt unter Jugendlichen in Oslo

    Drei Jahre nach dem Massenschlägerei beim Norway Cup, der das Thema Jugendkriminalität auf die Tagesordnung zwang, präsentiert sich die Lage in Oslo noch düsterer: Neue Zahlen belegen einen Anstieg schwerer Gewalt unter Jugendlichen. Die kurzzeitige öffentliche Empörung von damals hat offenbar nichts bewirkt – im Gegenteil.

    Gewalt ist unter allen Umständen abzulehnen, das muss der Ausgangspunkt jeder Bewertung sein. Doch der Skandal liegt tiefer: Das politische und mediale Establishment weigert sich beharrlich, die Ursachen dieser Entwicklung offen zu benennen. Stattdessen dominiert ein Reflex, der jede unbequeme Analyse im Keim erstickt. Sobald die Rede auf kulturelle oder migrantische Hintergründe vieler Täter kommt, wird die Debatte mit dem pauschalen Vorwurf des Rassismus abgewürgt. Das ist nicht nur intellektuell unredlich, es verhindert wirksame Maßnahmen.

    Die empirische Realität ist klar genug. In zahlreichen Problemvierteln Oslos, die einen hohen Anteil nicht-westlicher Einwohner aufweisen, häufen sich Vorfälle schwerer Jugendgewalt. Wer dies öffentlich ausspricht, muss mit Hetze rechnen. Diese Diskursverengung ist ein Eigentor: Ohne ehrliche Bestandsaufnahme keine Lösung. Dazu gehören brüchige Familienstrukturen in vielen Migrantenhaushalten ebenso wie eine Rechtsordnung, die junge Täter viel zu oft mit Samthandschuhen anfasst. Die Folge ist ein Klima faktischer Straflosigkeit, das Wiederholungstaten begünstigt.

    Der norwegische Staat hat die Pflicht, seine Bürger zu schützen, nicht politisch korrekte Sprachregelungen zu hüten. Statt milliardenschwerer Toleranzkampagnen braucht es eine handfeste Kehrtwende: konsequente Strafverfolgung, sichtbare Polizeipräsenz und eine Familienpolitik, die autoritative Erziehung nicht länger als Unterdrückung verunglimpft. Zudem muss der Grundsatz gelten, dass Einwanderung nur dann verträglich ist, wenn sich die Ankömmlinge an die hiesige Rechts- und Werteordnung anpassen – und nicht umgekehrt.

    Die neuen Osloer Zahlen sind kein isoliertes Phänomen, sondern ein weiteres Warnsignal einer Gesellschaft, die dringend über Sicherheit und kulturelle Kohäsion diskutieren muss, ohne dass sofort die Keule der Xenophobie geschwungen wird.

    Quelle: VG

  • Norwegischer Teenager für schuldig befunden, einen Mord in England geplant zu haben.

    Norwegischer Teenager für schuldig befunden, einen Mord in England geplant zu haben.

    Ein norwegischer Teenager, der sein Tötungsvorhaben nicht in heimischen Vororten, sondern auf britischem Boden plante – und dafür nun schuldig gesprochen wurde –, ist mehr als eine juristische Fußnote. Hier bricht ein kulturelles Versagen ins Ausland durch, das sich nicht länger mit Aufrufen zu mehr Toleranz und Verständnis kaschieren lässt.

    Der Fall, über den eine Jury in England jetzt befand, steht exemplarisch für eine Generation, der jede verbindliche moralische Orientierung abhandengekommen scheint. Wo früher familiäre Autorität, religiöse Erziehung oder einfache Schamgrenzen verhinderten, dass aus pubertären Fantasien handfeste Mordpläne wurden, herrscht heute vielerorts ein Vakuum, das weder Schule noch staatliche Jugendprogramme füllen können. Der Täter mag ein Einzelfall sein; das Milieu, das solche Pläne reifen lässt, ist es nicht.

    Dass die Gewaltfantasie ausgerechnet auf englischem Boden in die Tat umgesetzt werden sollte, entlarvt zudem eine unangenehme Wahrheit: Norwegens selbstgefällige Vorstellung, soziale Probleme ließen sich durch großzügige Wohlfahrt und antiautoritäre Pädagogik exportieren oder gar auflösen, erweist sich als Wunschdenken. Die Tat wurde nicht in einem rechtsfreien Raum geplant, sondern dort, wo die Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten zur neuen Orthodoxie erhoben wurde. Wer jetzt nach frühen Warnsignalen in Schule oder Umfeld fragt, wird auf die üblichen Reflexe stoßen: Man habe nichts ahnen können, der Junge sei unauffällig gewesen. Das Gegenteil spricht Bände: Offenbar fehlten Erwachsene, die Grenzen setzten, bevor aus einem Jugendlichen ein Tatplaner wurde.

    Gewalt als Mittel der Konfliktlösung oder der Selbstinszenierung ist stets verwerflich – das Urteil der britischen Justiz bringt das unmissverständlich zum Ausdruck. Doch die entscheidende Frage richtet sich an die norwegische Gesellschaft: Wann hört sie auf, kriminelle Energie junger Männer mit soziologischen Entschuldigungen zu umgarnen? Statt den Schuldspruch zum Anlass für eine nüchterne Bestandsaufnahme zu nehmen, wird man auch diesmal die Sprachregelungen der Sozialarbeit bemühen: mangelnde Integration, psychische Belastung, falsche Freunde. Solche Erklärungen mögen im Einzelfall zutreffen, sie entbinden aber nicht von der Aufgabe, die kulturellen Voraussetzungen zu benennen, unter denen ein norwegischer Jugendlicher glauben konnte, das Planen eines Mordes im Ausland sei ein gangbarer Weg.

    Es braucht keine neuen Anti-Gewalt-Programme, sondern eine Rückbesinnung auf das, was Heranwachsende tatsächlich bindet: klare Autorität, verlässliche Familienstrukturen und ein Nationalgefühl, das Stolz nicht mit Arroganz verwechselt, aber auch keine Scheu hat, eigenes Fehlverhalten als solches zu benennen. Der britische Richterspruch ist ein Weckruf – nicht für England, sondern für ein Land, das seine Jugend offenbar immer häufiger unvorbereitet in die Welt entlässt.

    Quelle: Aftenposten

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