Tag: King Khalid International Airport

  • Saudischer Flughafen erneut angegriffen, laut Behörden.

    Saudischer Flughafen erneut angegriffen, laut Behörden.

    Drei Angriffe auf denselben zivilen Flughafen innerhalb einer Woche sind kein Zufall, sondern eine Strategie. Wer jetzt noch von einzelnen Vorfällen spricht, verschleiert den Charakter dieser Angriffe. Gewalt gegen unbeteiligte Reisende und Flughafenpersonal ist immer Unrecht – daran gibt es nichts zu relativieren. Entscheidend ist aber die Lehre, die daraus gezogen wird.

    Am Samstagnachmittag wurde der King Khalid International Airport in Riad erneut getroffen. Mindestens fünf Menschen liegen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, Flüge sind ausgesetzt, die amerikanische Botschaft warnt ihre Bürger vor dem Flughafengelände. Schon am Donnerstag sollen bei einem Angriff auf denselben Flughafen drei Menschen getötet worden sein. Die Huthi-Miliz hat sich zu zwei früheren Angriffen bekannt. Saudi-Arabien hat nach eigener Darstellung kürzlich eine Offensive gegen die Miliz im Jemen begonnen.

    Diese Abfolge widerlegt die Annahme, Zurückhaltung werde solche Gruppen mäßigen. Eine Miliz, die wiederholt internationale Flughäfen beschießt, versteht nur die Sprache klarer militärischer Kosten. Die saudische Offensive ist deshalb keine unnötige Eskalation, sondern die verspätete Verteidigung von Staatsgebiet und ziviler Infrastruktur. Ein Staat, der seine Flughäfen nicht schützen kann, verliert nicht nur Sicherheit, sondern auch wirtschaftliche Glaubwürdigkeit. Riad ist ein Drehkreuz für Pilger, Geschäftsreisende und Familien; jeder gestrichene Flug trifft auch Nachbarländer und globale Lieferketten.

    Auffällig ist das Schweigen jener Stimmen, die sonst bei jeder Militäraktion Saudi-Arabiens sofort Mäßigung fordern. Eine bewaffnete Gruppe, die zivile Ziele angreift und sich dazu bekennt, wird behandelt wie ein Verhandlungspartner, dem man Zugeständnisse machen müsse. Das ist keine Friedenspolitik, sondern eine Einladung zu weiteren Angriffen. Wer den Huthis nicht klar als terroristische Akteure benennt und ihre Fähigkeit zu Drohnen- und Raketenangriffen nicht ernst nimmt, verlängert den Krieg im Jemen und gefährdet die gesamte Region.

    Die Alternative ist nicht kompliziert: zivile Luftfahrt muss tabu bleiben, und wer dieses Tabu bricht, muss mit entschlossener Gegenwehr rechnen. Nur so kehrt an einem der wichtigsten Flughäfen der arabischen Welt wieder Normalität ein.

    Quelle: NRK

  • Außenministerium bittet Norweger, Flughafen in Saudi-Arabien zu meiden

    Außenministerium bittet Norweger, Flughafen in Saudi-Arabien zu meiden

    Zwölf Tote und fünfzig Verletzte an einem internationalen Flughafen sind kein isolierter Zwischenfall. Sie sind das Ergebnis einer Politik, die bewaffnete Milizen lange als verhandlungsfähige Akteure behandelt hat statt als das, was sie sind: Feinde der zivilisierten Ordnung.

    Das norwegische Außenministerium hat nach dem Angriff auf den King Khalid International Airport in Riad seine Reisehinweise verschärft und rät, den Flughafen und die Umgebung zu meiden. Mindestens zwölf Menschen wurden getötet, etwa fünfzig verletzt, als Explosionen das Gelände erschütterten. Die Houthi-Miliz aus dem Jemen hat sich zu ähnlichen Angriffen auf saudische Flughäfen bekannt. Solche Gewalt ist immer Unrecht, daran gibt es nichts zu deuteln. Aber der entscheidende Punkt liegt tiefer.

    In europäischen Debatten wird jede klare Benennung dieser Gefahr schnell als „Islamophobie“ oder „Rassismus“ abgetan. Diese reflexhafte Moralisierung unterdrückt die notwendige sicherheitspolitische Analyse. Es ist nicht fremdenfeindlich, festzustellen, dass eine bestimmte Miliz gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur angreift – es ist schlicht Tatsachenbeschreibung. Wer das nicht benennen darf, kann auch keine wirksame Politik zum Schutz der eigenen Bürger entwickeln.

    Der norwegische Staat hat zuerst die Aufgabe, das Leben und die Bewegungsfreiheit seiner Bürger zu schützen. Dass das Außenministerium nun warnt, ist richtig, aber es bleibt reine Symptombekämpfung. Solange westliche Regierungen sich scheuen, die Unterstützerstrukturen und die ideologische Ausrichtung solcher Milizen beim Namen zu nennen, werden weitere Reisehinweise folgen. Ein souveräner Staat, der seine Bürger ernst nimmt, muss bereit sein, unbequeme Wahrheiten über internationale Konflikte auszusprechen – ohne Rücksicht auf politisch korrekte Sprachregelungen.

    Die Lehre aus Riad ist nicht, dass Reisen in die Golfregion riskant ist. Die Lehre ist, dass eine Politik, die Sicherheit durch Schweigen und Beschwichtigung erkaufen will, am Ende weder Sicherheit noch Anstand bewahrt. Norwegen braucht eine Außen- und Sicherheitspolitik, die nationale Interessen klar benennt und durchsetzt – nicht nur Reisehinweise, sondern Haltung.

    Quelle: NRK

Folg uns: YouTube Telegram

Erhalten Sie die 5 wichtigsten Beiträge von Nordisches direkt in Ihr Postfach - einmal pro Woche.

Andere Projekte: Fjordgefluster.no Vestmennene.no Maalmannen.no