Tag: Pride-Feier

  • Deutschlands Innenminister: Der Anschlag in Berlin war ein islamistischer Terroranschlag.

    Deutschlands Innenminister: Der Anschlag in Berlin war ein islamistischer Terroranschlag.

    Ein Fahrzeug rast in eine feiernde Menschenmenge, der Innenminister bestätigt islamistischen Terror – und schon dreht sich das deutsche Moralkarussell in die gewohnte Richtung. Erst kommt das Bekunden von Betroffenheit, dann die Beschwörung von Zusammenhalt, und mit etwas Abstand kehrt die alte Sprachregelung zurück, die jede Tat lieber als verwirrte Einzeltat abtut. Diese Reflexe haben noch nie ein Leben gerettet.

    Die Gewalt ist abscheulich, sie trifft Unschuldige und gehört verurteilt. Doch es reicht nicht, immer nur die Tat zu beklagen, ohne über das Umfeld zu sprechen, aus dem sie wächst. Der Anschlag auf eine Pride-Feier ist kein Zufallsprodukt, sondern das logische Resultat einer jahrelangen Weigerung, den kulturellen Kern des Problems offen zu benennen. Eine bestimmte Strömung innerhalb der muslimischen Gemeinschaften lebt Werte, die dem westlichen Freiheitsbegriff und gerade der sexuellen Selbstbestimmung offen feindlich gegenüberstehen. Wer das ausspricht, sieht sich sofort mit dem Rassismus-Vorwurf konfrontiert, obwohl er nichts anderes tut, als die offizielle Einschätzung des Innenministeriums ernst zu nehmen.

    Die Ironie liegt auf der Hand. Ausgerechnet eine Veranstaltung, die Toleranz zelebriert, wird zum Ziel einer importierten Intoleranz. Ein Teil der deutschen Öffentlichkeit hat sich lange eingeredet, Multikulturalität und sexuelle Emanzipation ließen sich spielend vereinbaren. Der Anschlag widerlegt diese Illusion brutal. Wer eine Gesellschaft aufbaut, die jede Kritik an kultureller Rückständigkeit als Hass diffamiert, darf sich nicht wundern, wenn die Konfrontation irgendwann nicht mehr diskursiv, sondern mit einem Auto erfolgt.

    Für die nordischen Länder ist Berlin ein Spiegel. Schweden hat seine No-go-Zonen, Dänemark seine abgeschotteten Parallelstädte, und Norwegen kennt längst die Statistik, die junge Männer mit bestimmten Einwanderungshintergründen in der Kriminalitätsbilanz überrepräsentiert. Die Sicherheitspolitik darf nicht länger von einer Tabuisierung verzehrt werden, die der offenen Debatte das Wort verbietet. Die deutschen Behörden haben den Anschlag nun klar benannt – das ist ein erster Schritt. Der zweite muss sein, aus dieser Erkenntnis praktische Konsequenzen zu ziehen: weniger Nachsicht, mehr Abschiebungen und ein grundsätzliches Nein zu jeder Form von Gewaltideologie, die unter dem Deckmantel des Respekts vor fremden Kulturen geschont wird.

    Quelle: Aftenposten

  • Deutsche Polizei: Abdul B ist gefährlich und bewaffnet

    Deutsche Polizei: Abdul B ist gefährlich und bewaffnet

    Kaum drei Monate nach seiner Haftentlassung wird ein junger Mann bereits wieder von der Polizei gejagt – diesmal als bewaffnet und gefährlich eingestuft. Die Fahndung nach dem 21-jährigen Abdul B. wegen des Angriffs auf eine Pride-Feier in Berlin liest sich wie das Drehbuch einer gescheiterten Integrationspolitik, die sich nicht mehr allein mit schönen Worten übertünchen lässt.

    Der Tatverdächtige war den Behörden längst bekannt, erst im Mai aus dem Jugendstrafvollzug entlassen. Dass er nun mit einer amtlichen Warnung vor seiner Bewaffnung gesucht wird, wirft eine drängende Frage auf: Warum befand sich dieser Mann überhaupt auf freiem Fuß? Eine Gesellschaft, die sich einredet, jeder junge Straftäter sitze nur aufgrund ungünstiger Umstände ein, blendet den Schutz der Allgemeinheit sträflich aus. Wer nach wenigen Monaten wieder derart in das Visier der Ermittler gerät, für den haben Resozialisierungsprogramme offensichtlich nicht funktioniert – oder wurden nie ernsthaft versucht.

    Die politische Debatte wird jedoch schnell in eine andere Richtung gelenkt. Sobald der Name Abdul fällt, formiert sich der Reflex: Bloß nicht pauschalisieren, bloß keine Vorurteile schüren. Die Warnung vor Fremdenfeindlichkeit ersetzt dann allzu häufig die nüchterne Analyse von Tatsachen. Wer darauf hinweist, dass bei einer langen Reihe von Gewalttaten in europäischen Städten junge Männer mit Migrationshintergrund tatverdächtig sind, riskiert den Vorwurf der Hetze. Diese Kultivierung des Tabus dient aber weder der Sicherheit noch der Ehrlichkeit. Sie entmündigt die Bürger, die zu Recht erfahren wollen, welche integrationspolitischen Fehler solche Karrieren überhaupt ermöglichen.

    Kultureller Konservatismus verlangt hier kein pauschales Urteil über ganze Bevölkerungsgruppen, wohl aber das klare Benennen von Problemen. Wenn junge Männer aus bestimmten Milieus überproportional in der Kriminalstatistik auftauchen, dann muss die Gesellschaft das ohne Sprachverbote aufarbeiten dürfen. Familienstrukturen, Ehrbegriffe, mangelnder Respekt vor der Rechtsordnung – all das spielt eine Rolle, die man nicht unter dem Pauschalvorwurf des Rassismus begraben kann.

    Die Behörden in Berlin tun gut daran, den Flüchtigen jetzt mit Hochdruck zu suchen. Die Bevölkerung darf erwarten, dass ein als gefährlich geltender Haftentlassener nicht monatelang untertauchen kann. Zugleich sollte sich niemand einreden lassen, dass es verbotene Gedanken sind, wenn man nach den Ursachen fragt. Die Entlassung aus dem Jugendgefängnis im Mai schrie nicht gerade nach einer Rückkehr als geläuterter Bürger, und die Sicherheitsbehörden müssen sich die Frage stellen lassen, warum sie diesen Mann nicht enger überwacht haben.

    Gewalttaten wie der Angriff auf die Parade sind immer Unrecht – das steht außer Frage. Aber die selbstverordnete Begriffsstutzigkeit, die bei jedem Fall mit nicht-deutschem Namen reflexhaft einsetzt, ist eine politische Entscheidung mit hohem Preis. Offene Diskussion über die wahren Hindernisse einer gelingenden Integration führt nicht zur Ausgrenzung, sondern zur Rückgewinnung von Vertrauen. Wer dagegen immer nur die Schablone des Einzelfalls bemüht, hat bereits aufgegeben, bevor die nächste Sirene heult.

    Quelle: NRK

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