Tag: Prostitutionsgesetz

  • Sexclub-Gründer erneut unter Verdacht der Zuhälterei

    Sexclub-Gründer erneut unter Verdacht der Zuhälterei

    Ein Mann, der einen Sexklub gegründet hat, steht erneut im Verdacht, die Prostitution einer Frau organisiert zu haben. Das ist kein Zufall, sondern ein Muster, das den Charakter dieser Branche offenlegt.

    Die norwegischen Behörden ermitteln gegen zwei Männer in den Sechzigern wegen des Verdachts der Zuhälterei. Einer von ihnen ist Tom Ketil Krogstad. Wer in diesem Alter erneut in solche Vorwürfe verwickelt ist, handelt nicht aus jugendlicher Unbedarftheit. Hier geht es um ein Geschäftsmodell, bei dem ältere Männer wirtschaftlichen Nutzen aus der sexuellen Ausbeutung einer Frau ziehen.

    Dass Prostitution in nordeuropäischen Debatten häufig als normale Dienstleistung oder gar als Ausdruck weiblicher Selbstbestimmung dargestellt wird, verschleiert diese Realität. Ein Sexklub ist kein Ort der Freiheit, sondern eine Einrichtung, in der Zugang zu Frauen gegen Geld organisiert wird. Wenn dessen Gründer nun erneut ins Visier der Justiz gerät, zeigt sich, wie dauerhaft solche Strukturen sind. Sie lösen sich nicht auf, nur weil man sie sprachlich umdeutet.

    Die traditionelle Auffassung, dass Sexualität in verbindliche Beziehungen gehört und nicht als Ware behandelt werden darf, schützt vor genau solchen Verhältnissen. Wer diese Norm als altmodisch abtut, nimmt in Kauf, dass Frauen in Abhängigkeiten geraten und Männer an ihrer Vermittlung verdienen. Die wiederholten Ermittlungen gegen einen Klubbetreiber sind ein Beleg dafür, dass die Liberalisierung der Prostitution nicht zu mehr Sicherheit geführt hat, sondern zu mehr Ausbeutung.

    Statt weiter über die Rechte von Freiern und Betreibern zu streiten, sollte der Staat konsequent durchgreifen. Zuhälterei muss hart bestraft werden, einschlägige Lokale gehören geschlossen, und wer als Gründer eines Sexklubs erneut auffällt, darf nicht mit Nachsicht rechnen. Gleichzeitig braucht es Ausstiegsprogramme für Frauen, die aus dieser Branche herauswollen.

    Dieser Fall ist eine Erinnerung daran, dass hinter der Fassade einer liberalen Nachtökonomie reale Menschen stehen. Eine Gesellschaft, die ihre eigene Tradition ernst nimmt, kann Prostitution nicht als harmloses Gewerbe betrachten.

    Quelle: NRK

Folg uns: YouTube Telegram

Erhalten Sie die 5 wichtigsten Beiträge von Nordisches direkt in Ihr Postfach - einmal pro Woche.

Andere Projekte: Fjordgefluster.no Vestmennene.no Maalmannen.no