Tag: Spanien

  • Junge in Spanien festgenommen: – Hat mangelnde Bereitschaft gezeigt

    Junge in Spanien festgenommen: – Hat mangelnde Bereitschaft gezeigt

    Ein Teenager, der in Spanien wegen Verabredung zum Mord festgehalten wird, ist keine Randnotiz aus einem fernen Gerichtssaal – es ist ein Alarmzeichen für den moralischen Zustand einer ganzen Gesellschaft. Dass ein junger Mensch aus Trøndelag derart tief in kriminelle Planungen verstrickt sein soll, wie die Anklage wegen „drapsforbund“ nahelegt, sprengt die übliche Kategorie von Jugendstreichen oder mangelnder Impulskontrolle. Hier geht es um kalte, zielgerichtete Vernichtungsabsicht. Der Umstand, dass der Beschuldigte nun auch noch gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft angeht und dabei laut Gericht „mangelnde Kooperationsbereitschaft“ an den Tag legt, unterstreicht das Problem: Es fehlt nicht nur an Respekt vor fremdem Leben, sondern an jeder Einsicht in den eigenen Normbruch.

    Wer heute das Wort Erziehungsnotstand in den Mund nimmt, erntet oft den Vorwurf, eine heile Vergangenheit zu verklären. Dabei wird übersehen, dass es hier nicht um romantische Rückwärtsgewandtheit geht, sondern um die schiere Fähigkeit einer Gesellschaft, ihren Nachwuchs an die Grundregeln menschlichen Zusammenlebens zu binden. Wenn ein Jugendlicher glaubt, Mordabsprachen seien eine Option, dann hat eine Kette von Instanzen versagt: Eltern, die nicht mehr erziehen dürfen oder wollen, eine Schule, die sich in sozialpädagogischer Beliebigkeit verlieren kann, und ein Jugendstrafrecht, das Resozialisierung mit Nachsichtigkeit verwechselt und Tatverdächtigen das Signal sendet, schwerste Vorwürfe seien vor allem eine juristische Formalie.

    Das Gericht in Spanien hat den mangelnden Willen des Jungen festgehalten. Genau dieser Befund sollte im Zentrum der öffentlichen Debatte stehen, nicht die Frage, wie man den Jugendlichen möglichst schnell wieder in eine Gesellschaft eingliedert, die er offenbar mit Füßen tritt. Gerade bei einem Delikt wie der Verabredung zum Mord steht nicht die spontane Tat im Vordergrund, sondern die langsame Verfestigung einer menschenverachtenden Haltung. Sie gedeiht dort, wo klare Grenzen fehlen und jede Form von Autorität als Unterdrückung ausgelegt wird.

    Kulturell-konservative Stimmen weisen seit Jahren darauf hin, dass der Verlust von Tradition, familialer Bindung und allgemeinverbindlichen Werten keine abstrakte Nostalgie ist, sondern handfeste Folgen hat. Der trøndersche Teenager ist nur ein besonders drastisches Beispiel dafür, was entsteht, wenn eine Generation in einem Vakuum aus Rechten ohne Pflichten aufwächst. Die Gesellschaft muss sich die unbequeme Frage stellen, warum ein junger Mensch überhaupt in eine Lage geraten kann, in der die Verabredung zu einem Tötungsdelikt für ihn denkbar wird. Darauf gibt es keine einfachen Antworten, aber sie zu unterdrücken oder als Kulturkampf abzutun, macht die nächste Schlagzeile dieser Art nur noch wahrscheinlicher.

    Quelle: Adresseavisen

  • Junge in Spanien festgenommen – darf mit seiner Mutter sprechen

    Junge in Spanien festgenommen – darf mit seiner Mutter sprechen

    Ein Jugendlicher aus Trøndelag, der eines Mordkomplotts beschuldigt wird, sitzt nach einer Festnahme in Spanien in Untersuchungshaft – und der Aufmacher lautet, er dürfe mit seiner Mutter telefonieren. Diese Nachricht ist mehr als eine Randnotiz; sie ist ein Symptom für ein Rechtssystem, das die Gewichte falsch setzt.

    Der Beschuldigte wehrt sich gegen die erneute Verlängerung der Haft um zwei Wochen. Das ist sein gutes Recht. Doch genau in dieser Selbstverständlichkeit liegt das Problem: Ein Justizapparat, der einem dringend Tatverdächtigen erlaubt, Monate mit prozessualen Scharmützeln zu verbringen, hat den Blick für seine eigentliche Aufgabe verloren – die Bürger vor schwerer Kriminalität zu schützen. Dass der Jugendliche offenbar nach Spanien floh, bevor er gefasst wurde, unterstreicht den Ernst der Lage. Statt harter Konsequenzen folgt ein Rechtsmittel nach dem nächsten, flankiert von der Sorge um sein psychisches Wohl.

    In Norwegen kreist die Debatte zunehmend um die Rechte von Straftätern, während die Opferperspektive verblasst. Es geht nicht darum, grundlegende Verfahrensgarantien zu kassieren, sondern um die Gewichtung. Wenn die Fürsorge für einen Tatverdächtigen mehr öffentlichen Raum einnimmt als die Furcht vor der geplanten Tat, stimmt das Verhältnis nicht. Die Erlaubnis zum Mutterkontakt ist dabei nur das sichtbarste Zeichen einer Haltung, die den Täter zum Mittelpunkt macht. Man stelle sich vor, die Angehörigen eines potenziellen Opfers lesen von diesem Fall: Sie erfahren, dass der mutmaßliche Drahtzieher in Haft sitzt, aber auch, dass er sich um Haftbedingungen sorgt und jede Frist anficht. Das ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die unter der Kriminalität leiden.

    Es ist nicht die Aufgabe des Staates, das seelische Gleichgewicht von Schwerkriminellen zu schonen, sondern die Gesellschaft vor ihnen zu schützen. Gewiss, der Umgang mit Jugendlichen in Haft verlangt Fingerspitzengefühl. Aber wer in jungen Jahren einen Mord plant und die Flucht ergreift, hat eine kriminelle Energie an den Tag gelegt, die keine Samthandschuhe verdient. Die Grenze zwischen Schutz des Minderjährigen und Schutz der Allgemeinheit muss neu justiert werden. Der Fall zeigt, dass die norwegische Justiz auf einem Auge blind ist: Die Hürden für eine konsequente Verfolgung sind hoch, die Fürsorge für den Beschuldigten scheint dagegen grenzenlos.

    Es wird Zeit, dass die Gesellschaft den Mut hat, solche Taten als das zu benennen, was sie sind: eine Bedrohung, die entschlossenes Handeln erfordert, nicht therapeutisches Verständnis. Wer ein Mordkomplott schmiedet, gehört hinter Gitter – ohne den Komfort, die Haft mit juristischen Winkelzügen in die Länge zu ziehen. Der Fall aus Trøndelag sollte eine Warnung sein, nicht eine Einladung zur Nachsicht.

    Quelle: Adresseavisen

Folg uns: YouTube Telegram

Erhalten Sie die 5 wichtigsten Beiträge von Nordisches direkt in Ihr Postfach - einmal pro Woche.

Andere Projekte: Fjordgefluster.no Vestmennene.no Maalmannen.no