Tag: Ursula von der Leyen

  • EU will das Öl in der Arktis im Boden lassen.

    EU will das Öl in der Arktis im Boden lassen.

    Während Russland seine Militärpräsenz in der Arktis ausbaut, erklärt Brüssel, das Öl der Region müsse im Boden bleiben. Diese Reihenfolge zeigt das strategische Durcheinander der EU. Wer die eigene Energieproduktion aus ideologischen Gründen stoppt, während ein Nachbar aufrüstet, hat aus der jüngeren Geschichte nichts gelernt.

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen legt eine neue Arktis-Strategie vor. Darin bekräftigt Brüssel das Ziel, Öl, Kohle und Gas in arktischen Regionen nicht zu fördern. Gleichzeitig warnt von der Leyen davor, dass Russland die Region militärisch wieder aufbaut und Sicherheit nicht selbstverständlich ist. Beide Aussagen passen nicht zusammen.

    Die Arktis ist kein Naturschutzgebiet, sondern ein Raum, in dem geopolitische Interessen aufeinanderprallen. Norwegen und andere nordische Staaten haben dort über Jahrzehnte Industrie, Arbeitsplätze und Wohlstand aufgebaut. Gerade norwegisches Gas hat nach dem Ausfall russischer Lieferungen einen erheblichen Teil der europäischen Energieversorgung übernommen. Wer nun verlangt, die Förderung einzustellen, gefährdet nicht nur die norwegische Wirtschaft, sondern auch die Energieunabhängigkeit Europas.

    Hinzu kommt ein Mangel an Respekt vor nationaler Souveränität. Von der Leyen nennt die Arktis einen Teil der Europäischen Union. Das ist geographisch und rechtlich irreführend. Norwegen ist kein EU-Mitglied, und Grönland hat einen Sonderstatus. Brüssel versucht über Klimapolitik Entscheidungen zu diktieren, die den betroffenen Ländern zustehen. Dieses Muster ist bekannt: Was als Umweltpolitik beginnt, endet als zentralistische Regulierung von Wirtschaft und Lebensweise.

    Die Folgen wären konkret. Öl- und Gasförderung in der Arktis ist keine nostalgische Industrie, sondern Grundlage für Steuereinnahmen, technologische Entwicklung und Arbeitsplätze in Küstengemeinden. Wer diese Einnahmen wegnimmt, schwächt den Wohlfahrtsstaat, den die nordischen Länder über Generationen aufgebaut haben. Die grüne Agenda in Brüssel scheint zu vergessen, dass Wohlstand nicht automatisch entsteht.

    Ein nüchterner Blick auf die Karte genügt: Die Arktis ist ein Raum harter Interessen, nicht nur guter Absichten. Eine Strategie, die eigene Energiequellen verschließt, während Russland aufrüstet, ist keine Sicherheitspolitik, sondern ein Geschenk an Gegner. Die nordischen Länder sollten darauf bestehen, über ihre Ressourcen selbst zu bestimmen – nicht nach Brüsseler Klimavokabular, sondern nach den Erfordernissen von Sicherheit und Wohlstand.

    Quelle: NRK

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