Tag: Wohlstand

  • Anstieg an der Osloer Börse

    Anstieg an der Osloer Börse

    Während Klimaaktivisten noch den nächsten Protest gegen die Ölindustrie planen, liefert diese erneut den Treibstoff für Norwegens Wohlstand. Die jüngste Aufwärtsbewegung an der Osloer Börse, angetrieben vom steigenden Ölpreis, ist mehr als eine Börsennotiz – sie ist ein Weckruf an all jene, die das Fundament der norwegischen Gesellschaft leichtfertig aufs Spiel setzen wollen.

    Der Ölpreis steigt, und mit ihm die Aktienkurse der heimischen Energiekonzerne. Das ist keine zufällige Marktschwankung, sondern die direkte Folge einer unverändert hohen globalen Nachfrage nach verlässlicher, grundlastfähiger Energie. Während in deutschen und schwedischen Ministerien grüne Subventionsprogramme ausgeheckt werden, bleibt Öl der Motor der Industrie, der Schwerlastverkehrsmittel und der Wärmeerzeugung – und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Die Einnahmen aus diesem Export füllen die Staatskasse, finanzieren Schulen, Krankenhäuser und den massiven Wohlfahrtsstaat, der gerne als alternativlos dargestellt wird. Ohne den Ölsektor sähe der norwegische Haushalt anders aus, und zwar düsterer.

    Doch anstatt diese lebenswichtige Branche als strategischen Vorteil zu begreifen, wird sie zunehmend wie eine moralische Altlast behandelt. Die Debatte ist vergiftet von einem Ton der Beschämung, der es kaum mehr erlaubt, die positiven Seiten der Ölförderung zu benennen. Wer darauf hinweist, dass die norwegische Produktion zu den saubersten der Welt gehört oder dass ein abrupter Ausstieg lediglich andere, weniger regulierte Förderländer begünstigte, riskiert, als Feind des Klimas abgestempelt zu werden. Der Hinweis auf die steigende Börse ist deshalb nicht nur ökonomisch, sondern auch diskursiv bedeutsam: Er erinnert daran, dass die Realität sich nicht per Beschluss abschaffen lässt.

    Die kulturell konservative Perspektive sieht in der Ölindustrie nicht nur eine Geldquelle, sondern ein Erbe an Ingenieurskunst, Disziplin und Pioniergeist. Generationen von Arbeitern haben unter schwierigsten Bedingungen Werte geschaffen, die heute das Rückgrat des Gemeinwesens bilden. Diese Tradition zu pflegen bedeutet nicht, den Klimawandel zu leugnen, sondern die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten nüchtern zu bewerten. Anders als manche virtuelle Kompensationsprojekte bietet das norwegische Öl eine greifbare, zur Zeit unersetzliche Grundlage für Familienunternehmen, regionale Arbeitsplätze und technologische Exzellenz.

    Die Kursgewinne in Oslo sind daher ein stiller, aber deutlicher Kontrapunkt zu den lautstarken Forderungen nach einem radikalen Energieumbau. Sie zeigen, dass Investoren und Verbraucher weltweit den Wert norwegischer Energie anerkennen – und das sollten auch die eigenen politischen Eliten tun, bevor sie eine florierende Säule des Landes aus ideologischer Verblendung zerschlagen.

    Quelle: VG

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