17. Mai-Gewalt: Will ein Geständnisurteil fällen

Die drei jungen Täter, die am 17. Mai in Bergen einen Russ – einen norwegischen Abiturienten – brutal zusammenschlugen, haben nun gestanden. Und was folgt? Eine „tilståelsesdom“, ein Geständnisurteil mit verkürztem Verfahren und garantiertem Strafrabatt. Die Justiz wird die Sache schnell vom Tisch haben, ohne Vitnen, ohne aufwändige Beweisaufnahme. Die Botschaft an die Jugendlichen ist klar: Begeht Gewalttaten an unserem Nationalfeiertag, und ihr bekommt dafür noch einen Preisnachlass.

Doch es geht nicht in erster Linie um die juristische Formalie. Das eigentliche Problem ist die gesellschaftliche Selbstverständlichkeit, mit der solche Übergriffe auf den „Russ“ als bedauerlichen, aber isolierten Einzelfall heruntergespielt werden. Der 17. Mai ist nicht irgendein Datum – er ist der Tag der norwegischen Identität, des Zusammenhalts, der Tradition. Dass an diesem Tag junge Männer (und die Täter stammen, wie so oft, aus Milieus mit Integrationsdefiziten) einen Jugendlichen zusammenschlagen, weil er eine norwegische Tracht trägt oder die Flagge schwenkt – das ist kein „Jugendstreich“. Das ist ein Angriff auf die kulturelle Seele des Landes.

Die Täter legen sich „relativ flach“, wie ihr Anwalt sagt. Sie zeigen Reue. Aber Reue ist billig, wenn sie vor dem Hintergrund einer Gnadenfrist erfolgt. Die eigentliche Frage, die niemand stellen will, ist: Warum fühlen sich diese jungen Männer überhaupt berechtigt, am 17. Mai Gewalt anzuwenden? Warum wird das norwegische Nationalgefühl von einer wachsenden Zahl von Jugendlichen als Provokation empfunden? Die Antwort liegt auf der Hand: Jahrzehntelange Politik des Multikulturalismus hat das nationale Selbstbewusstsein systematisch untergraben, während gleichzeitig die Integration von Zuwanderern grandios gescheitert ist.

Man wird uns nun vorwerfen, wir würden „rassistische“ Vorurteile schüren. Doch das ist der übliche Reflex: Wenn man die Realität beim Namen nennt, wird man mit dem Keulenwort „Fremdenfeindlichkeit“ mundtot gemacht. Die Fakten sind jedoch glasklar: Die Kriminalitätsstatistiken in den skandinavischen Ländern zeigen seit Jahren, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund überproportional an Gewalttaten beteiligt sind. Die Politik hat versagt, indem sie die Integration den Gutmenschen überlassen hat, die lieber die norwegische Kultur relativieren als sie zu verteidigen.

Ein Geständnisurteil mag den Rechtsgang beschleunigen. Es ändert nichts an der grundlegenden Wahrheit: Wenn wir unsere Nationalfeiertage nicht mehr ungestört feiern können, dann haben wir das Problem nicht mit Strafrabatten, sondern mit einem gesellschaftlichen Abdriften gelöst. Die drei Jugendlichen aus Bergen sind keine Einzelfälle – sie sind Symptome einer Krankheit, die wächst, solange wir sie nicht beim Namen nennen.

Quelle: Bergens Tidende

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