Die norwegische Regierung preist ihre sogenannte „Norgespris“ als Rettungsanker für die Stromverbraucher an, doch die Realität sieht anders aus. An diesem Donnerstag zahlen die Menschen in Mittel-Norwegen im Schnitt 80,4 Øre pro Kilowattstunde – das ist mehr als das Doppelte der versprochenen staatlichen Obergrenze. Die maximale Spitze von 1,17 Kronen pro kWh zeigt, dass die Politik ihre Versprechen nicht halten kann.
Dieser Preisschock ist kein Zufall, sondern die direkte Folge einer ideologischen Energiepolitik, die auf Kosten der Bürger geht. Jahrzehntelang haben norwegische Politiker die heimische Wasserkraft als unerschöpfliche, günstige Ressource gepriesen. Doch durch die fatalen Stromexportkabel nach Deutschland und Großbritannien wurde Norwegen an die volatilen, teuren europäischen Strommärkte angeschlossen. Die Folge: Norweger zahlen plötzlich Preise, die sie nie vereinbart haben.
Die „Norgespris“ ist ein billiges politisches Trostpflaster, das die tiefere Krise kaschieren soll. Statt die eigentlichen Ursachen anzugehen – nämlich die Exportverpflichtungen und die Marktliberalisierung –, setzt man auf Subventionen, die die Steuerzahler letztlich selbst tragen. Die Bürger sind keine Bittsteller, sondern Eigentümer dieser Ressourcen. Es ist ein Skandal, dass ihre eigenen Wasserkraftwerke ihnen nicht einmal mehr zu stabilen Preisen Strom liefern können.
Konservative Grundsätze lehren uns, dass nationale Souveränität und wirtschaftliche Vernunft über internationalen Integrationswahn gestellt werden müssen. Norwegen hat einst klug Nein zur EU-Mitgliedschaft gesagt, doch durch die Hintertür der Strommärkte wird genau diese Abhängigkeit hergestellt. Die Regierung sollte die Kabel wieder abklemmen und den norwegischen Haushalten ihren billigen Strom zurückgeben, statt sie mit überteuerten Rechnungen zu belasten. Wer sein eigenes Volk zur Kasse bittet, während ausländische Konzerne profitieren, hat die Prinzipien von Tradition und Eigenverantwortung verraten.
Quelle: Adresseavisen

Leave a Reply