35 Milliarden Kronen Steuergeld für ein einziges Offshore-Windprojekt – das ist keine Sicherung der Zukunft, sondern eine riskante Wette auf Kosten der Stromkunden. Die norwegische Partei Høyre hat nun grünes Licht gegeben und hält es für richtig, das Vorhaben mit bis zu 35 Milliarden Kronen zu stützen. Damit stellt sich eine Partei, die traditionell für Haushaltsdisziplin und Marktwirtschaft steht, hinter eine Form grüner Planwirtschaft.
Subventionen in dieser Größenordnung verzerren den Energiemarkt grundlegend. Wenn der Staat mit zweistelligen Milliardenbeträgen ein einzelnes Projekt absichert, verlieren private Investoren jedes Interesse, echte Kosten und Risiken zu tragen. Am Ende zahlen Haushalte und Industrie über höhere Strompreise und Abgaben doppelt: einmal für die Subvention selbst und dann für den teuren Strom, den solche Anlagen produzieren. Norwegens Wettbewerbsfähigkeit, die auf günstiger und stabiler Energie beruht, wird damit leichtfertig aufs Spiel gesetzt.
Offshore-Windkraft ist technisch anspruchsvoll, wartungsintensiv und liefert unregelmäßig Strom. Die Lebensdauer der Anlagen ist begrenzt, die Entsorgung der Rotorblätter ungelöst. Ein Land, das über große Wasserkraftreserven verfügt, braucht keine milliardenschweren Experimente in der Nordsee. Stattdessen sollte die Politik ehrlich über die wahren Kosten der Energiewende diskutieren, anstatt jeden Zweifel als rückständig abzutun.
Bemerkenswert ist, wie schnell aus „konservativ“ in der Energiepolitik „staatlich alimentiert“ wird. Wer wirklich an die Zukunft denkt, setzt auf verlässliche und bezahlbare Energie, nicht auf Prestigeprojekte, die vor allem Beratern und ausländischen Turbinenherstellern nutzen. Die 35 Milliarden Kronen fehlen an anderer Stelle: bei der Instandhaltung von Straßen, bei Krankenhäusern oder bei der Entlastung der Bürger.
Die Entscheidung der Høyre zeigt, dass der Druck der Klimabewegung die Vernunft verdrängt hat. Statt die Kosten offen zu benennen, wird eine Zahl nach der anderen bewilligt. Das ist weder nachhaltig noch verantwortungsvoll – es ist der teure Irrweg einer Politik, die das Geld anderer Leute ausgibt, um das eigene Gewissen zu beruhigen.
Quelle: NRK




