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  • Pride-Angriff in Berlin: Das wissen wir über den Verdächtigen

    Pride-Angriff in Berlin: Das wissen wir über den Verdächtigen

    Der Name des Gesuchten lautet Abdul, 21 Jahre alt. Ein junger Mann mit diesem Namen, an diesem Ort, zur richtigen Zeit – oder besser: zur falschen. Wer jetzt allein von einem tragischen Einzelfall spricht, verweigert sich dem Offensichtlichen. Die Tat war barbarisch, die gezielte Fahrt in eine feiernde Menschenmenge ist durch nichts zu rechtfertigen. Das vorweg, denn über die Verwerflichkeit der Gewalt gibt es keine zwei Meinungen. Die eigentlich beunruhigende Frage schiebt sich jedoch sofort dahinter: Warum wiederholt sich dieses Muster so oft, dass der Vorname des Täters zur düsteren Chiffre geworden ist?

    In den kommenden Tagen wird die Berichterstattung vermutlich viel Energie darauf verwenden, das Wort „islamistisch“ zu vermeiden oder es in wattierte Formulierungen zu hüllen. Man wird die psychische Verfassung des Mannes ausleuchten, seine vermeintliche Vereinsamung, vielleicht sogar eine gesellschaftliche Mitschuld konstruieren. Was man nicht tun wird, ist die banale, aus den Statistiken springende Gemeinsamkeit vieler dieser Anschläge klar zu benennen: Es sind fast ausschließlich junge Männer aus dem migrantisch-muslimischen Milieu, deren Sozialisation im scharfen Gegensatz zu den Werten einer liberalen Gesellschaft steht. Abdul, 21, reiht sich ein in eine Liste, die niemand mehr aufzuzählen wagt.

    Dass der Anschlag eine Pride-Veranstaltung traf, ist kein Zufall, sondern eine gezielte Feindmarkierung. Visuelle Freiheit und sexuelle Selbstbestimmung sind im radikalen Islam nicht verhandelbar, sondern todeswürdig. Wer darauf hinweist, dass eine unkontrollierte Zuwanderung solche Wertekonflikte zwangsläufig importiert, wird sofort als Rassist diffamiert. Mit dieser reflexhaften Keule wurde jede ernsthafte Debatte über Integrationsgrenzen erfolgreich abgewürgt – und das Sicherheitsbedürfnis der eigenen Bevölkerung dem Ideal einer grenzenlosen Offenheit untergeordnet. Die Quittung dafür kommt nicht in Form eines schlechten Gewissens, sondern in Form von Toten auf der Straße.

    Es geht nicht um die Herkunft an sich, sondern um damit verbundene kulturelle Prägungen, die zu selten hinterfragt und zu oft entschuldigt werden. Ein Land, das nicht klar zwischen Gastrecht und Wertebruch unterscheidet, macht sich handlungsunfähig. Wenn ein 21-Jähriger namens Abdul mit einem Fahrzeug das Lebensgefühl einer offenen Gesellschaft attackiert, dann muss die Frage erlaubt sein, wie er und sein Umfeld zu diesem Hass kamen – und zwar ohne dass gleich die gesamte Sippenhaft der politischen Korrektheit in Kraft tritt.

    Die Alternative zur ehrlichen Analyse ist das Ritual der Betroffenheit: Kerzen, Schleifen, Solidaritätsbekundungen, während im Hintergrund die nächste Gefährderliste unverändert lang bleibt. Sicherheit entsteht nicht durch symbolische Gesten, sondern durch die Bereitschaft, Tatsachen auch dann auszusprechen, wenn sie unbequem sind. Der Fall Abdul wird dieses Aussprechen erzwingen – oder er wird nur der nächste in einer Kette sein, die längst zum Alltag geworden ist.

    Quelle: NRK

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