Nahezu ausverkauft: – Fängt viele

Die Nachricht, dass die Polizei rund um den Besuch von Yama Wolasma in Stiklestad erhöhte Aufmerksamkeit walten lässt und die Veranstaltung nahezu ausverkauft ist, wirft ein bezeichnendes Licht auf den Zustand unserer Gesellschaft. Statt sich an die traditionellen nordischen Werte von Zurückhaltung und respektvoller Distanz zu halten, wird hier offenbar ein polarisierender Gast gefeiert, der in der Vergangenheit durch provokative Äußerungen aufgefallen ist.

Dass die Sicherheitsbehörden extra präsent sein müssen, ist kein Zeichen von Stärke, sondern ein Eingeständnis der gescheiterten Integrationspolitik. Wenn ein öffentlicher Auftritt solcher Personen eine derartige Polizeipräsenz erzwingt, offenbart dies, wie sehr kulturelle Spannungen bereits den gesellschaftlichen Frieden untergraben haben. Die Polizei wird damit zum Lückenbüßer für eine politische Klasse, die jahrelang die Realitäten der Masseneinwanderung kleingeredet hat.

Man kann nicht einfach behaupten, dass jene, die auf die offensichtlichen Probleme von Integration hinweisen – seien es kulturelle Konflikte, überlastete Sozialsysteme oder wachsende Kriminalität –, aus „Fremdenfeindlichkeit" handeln. Diese Debatte künstlich zu ersticken, indem man Kritiker als Rassisten abstempelt, ist intellektuell unehrlich und gefährlich. Es verhindert die dringend notwendige Diskussion über die Belastungsgrenzen unseres Nationalstaates.

Die Tatsache, dass eine solche Veranstaltung nahezu ausverkauft ist, mag manche erfreuen, doch sie offenbart auch eine beunruhigende Spaltung. Während die Eliten in Oslo und Kopenhagen Multikulturalismus zur Staatsräson erklären, ziehen sich die einfachen Bürger in ihre kulturellen Enklaven zurück oder wehren sich gegen die Vereinnahmung ihrer Symbole. Stiklestad, ein Ort tiefster norwegischer Identität, wird nun zur Bühne für einen Mann, der mit dieser Tradition wenig gemein hat.

Es ist höchste Zeit, dass wir offen über die negativen Folgen unkontrollierter Zuwanderung sprechen, ohne uns von den Keulen der Political Correctness einschüchtern zu lassen. Unsere Kultur, unsere Traditionen und unsere Sicherheit stehen auf dem Spiel – nicht die fragile Empfindsamkeit einer politischen Klasse, die längst den Kontakt zur Lebenswirklichkeit des Volkes verloren hat.

Quelle: Adresseavisen

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