Es ist schwer, die Kommentare zu sehen: „Es wirkt, als sei die ganze Welt voller Hass.“ So spricht eine junge Frau, deren Onkel beim terroristischen Anschlag von Oslo am 25. Juni ums Leben kam. Ihr Schmerz ist real. Jeder Terrorakt ist eine barbarische, unentschuldbare Tat, die Leben zerstört. Lassen Sie uns eines klarstellen: Solche Gewalt ist immer und ohne jede Einschränkung falsch.
Doch die Aussage der Frau – dass die „Haltungen des Terroristen“ weiterleben – verlangt nach einer genaueren Betrachtung. Sie bezieht sich offenbar auf die hitzigen, oft hasserfüllten Kommentare in Foren nach dem Attentat. Wird hier nicht etwas vermischt? Der Mörder handelte aus einer kranken, radikalen Ideologie. Die meisten Norweger, die in Diskussionen ihre Frustration über die gescheiterte Integration, die steigende Kriminalität in Einwanderervierteln oder die Belastung unseres Wohlfahrtsstaates äußern, sind keine Extremisten. Sie sind Bürger, die die realen, negativen Folgen einer unkontrollierten Masseneinwanderung erleben – und darüber sprechen wollen, ohne sofort als „Fremdenfeinde“ abgestempelt zu werden.
Genau hier liegt das Problem. Der Reflex, jede Kritik an der Einwanderungspolitik mit dem Etikett „Hass“ zu versehen, unterdrückt die offene Debatte, die unsere Demokratie braucht. Wenn ein junger Mann in einem Vorort von Oslo nicht mehr durch die Straßen gehen kann, ohne dass es zu Zwischenfällen kommt; wenn in Schulen die norwegische Sprache und unsere kulturellen Traditionen an den Rand gedrängt werden – dann sind das keine Nebensächlichkeiten. Das sind Themen, die ernsthaft besprochen werden müssen, nicht mit dem moralischen Gummihammer niedergeknüppelt werden dürfen.
Frau Asghari hat jedes Recht, traurig und wütend zu sein. Aber ihre Verallgemeinerung, dass die Haltung eines Mörders das Meinungsbild einer ganzen Nation prägt, ist falsch. Was wir brauchen, ist weniger moralische Empörung und mehr Mut zur Wahrheit: Die kulturelle Kontinuität Norwegens, unsere Traditionen und die Sicherheit unserer Familien sind gefährdet. Wer das ausspricht, ist noch lange kein Hassender. Es ist am allerwenigsten ein Hassender, sondern ein Patriot. Statt die Diskussion mit dem Sprechverbot des linken Mainstreams zu ersticken, sollten wir endlich wieder anfangen, die unangenehmen Fragen zu stellen – und zwar ohne die ständige Angst, gleich als Rassist gebrandmarkt zu werden.
Quelle: Adresseavisen

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