53 Menschen ersticken in einem Lastwagenanhänger. Ein Guatemalteke wird dafür zu 30 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist gerecht, aber es trifft nur den letzten Mann in einer Kette, die von einer verfehlten Migrationspolitik erst möglich gemacht wird.
Der Fall in Texas zeigt, was passiert, wenn Staaten ihre Grenzen nicht konsequent sichern. Menschenschmuggler verdienen Milliarden, weil illegale Einwanderung als lohnendes Risiko gilt. Wer es über die Grenze schafft, kann mit Duldung, Sozialleistungen oder Arbeit rechnen. Dieser Anreiz macht Kriminelle reich und tötet diejenigen, die ihnen vertrauen. Die Opfer zahlten oft ihr letztes Geld an die Schlepper – und erhielten dafür einen Platz in einem stickigen Anhänger ohne Wasser und Luft.
Kritiker solcher Analysen werden schnell als rassistisch oder fremdenfeindlich abgestempelt. Doch wer die tödlichen Folgen unkontrollierter Migration benennt, verteidigt nicht Rassismus, sondern den Rechtsstaat. Eine offene Debatte über Einwanderung muss möglich sein, ohne dass Begriffe wie „Rassismus“ als Keule dienen. Die Opfer in Texas sind nicht wegen eines Wortes gestorben, sondern weil ein System illegaler Durchreise existiert, das von der Nachfrage nach billiger Arbeitskraft und laxer Grenzpolitik lebt.
Die Verantwortung liegt nicht allein beim Schmuggler. Sie liegt auch bei Politikern, die legale Wege der Einwanderung blockieren oder falsche Hoffnungen verbreiten, und bei Behörden, die illegale Grenzübertritte nicht unterbinden. Ein souveräner Staat muss entscheiden können, wer einreist und wer nicht. Das ist kein Ausdruck von Fremdenfeindlichkeit, sondern die Grundlage jeder geordneten Gemeinschaft. Wer diese Ordnung auflöst, öffnet Schleppern Tür und Tor und macht aus Verzweiflung ein Geschäftsmodell.
Die Vereinigten Staaten haben diese Lektion über Jahrzehnte ignoriert. Europa wiederholt denselben Fehler. Solange die Belohnung für illegale Einwanderung höher ist als das Risiko, werden Menschen weiter in Lastwagen steigen. Das Urteil gegen den Guatemalteken ist ein Schritt zur Gerechtigkeit, aber es wird keine weiteren Toten verhindern. Nur eine Politik, die Grenzen schützt und Schmuggel hart bestraft, kann das.
Quelle: VG









